«It’s a Sinn!»
Es ist wahrscheinlich eines der aufwändigsten Bilderbücher, die je erschienen sind, ein veritables Stück Buchkunst, das nach den vielen virtuellen Hamletvariationen der letzten Jahre nun auffällig ausdrücklich auf physische Präsenz und Sinnlichkeit setzt: Herbert Fritschs neueste hamlet_X-Darreichung, für die er sich diesmal mit Sabrina Zwach, Dramaturgin und Fachfrau für ästhetische Praktiken aller Art, zusammengetan hat.
Graue Pappdeckel mit dicken Yves-Klein-blauen Lettern halten in einem goldenen Buchrücken insgesamt 111 handgezeichnete Seiten zusammen: Darin taumeln mit grobem Bleistiftstrich gezeichnete Figuren mit Clark-Kent-Appeal (das ist das bürgerliche Alter Ego von Superman) durch Seiten und Sätze aus dem Hamletuniversum eines Sprachverliebten: «My Dad ist dead» zum Beispiel – oder seine ödipushafte Zuspitzung «Dad or a live». «It's a Sinn!» schreit einem woanders ein schraffierter Kopf entgegen, obwohl ein solcher weit und breit nicht zu erkennen ist.
Herbert – Hamlet
Wieder woanders windet sich unser Comic-Held schweigend am Telefon, während aus seinem Kopf die Sprechblasen wuchern. «Ja, Sie haben mich ganz richtig verstanden: ICH KÜNDIGE!» «Nicht ...
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