Irgendwie politisch

«Karin Beier. Den Aufstand proben», ein Theaterbuch von Wolfgang Höbel

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Noch hat Karin Beier die Intendanz am Hamburger Schauspielhaus nicht angetreten, aber der Hype lässt sich schon anfeuern. Zum Beispiel so: «Spiegel»-Autor Wolfgang Höbel hat eine Art Biografie der Theater­leiterin und Regisseurin geschrieben.

Mit gerade mal 47 Jahren ist man zwar eigentlich noch nicht biografietauglich – aber seit Beier ab 2007 das vollkommen am Boden liegende Kölner Schauspiel mit Charme, Beharrlichkeit und Gespür für ästhetische Konsequenz zu einem der spannendsten Theaterorte der Republik machte, gilt die gebürtige Rheinländerin erstens als Theaterwunderkind und zweitens als Spezialistin für aussichtslose Fälle. Der aussichtsloseste aller Fälle ist eben das Hamburger Schauspielhaus, ein Schleudersitz, an dem man gar nicht anders kann als scheitern – und entsprechend ist es auch nachvollziehbar, wenn Höbel sich jetzt schon in Stellung bringt. Eine Biografie wäre ja wohl kaum noch angebracht, wenn sich Beier in Hamburg tatsächlich eine blutige Nase holen würde.

Steile These

«Den Aufstand proben» ist, der Untertitel «Ein Theaterbuch» deutet das schon an, keine klassische Biografie, sondern eine Materialsammlung: Höbel stellt Manuskripte, Briefe, ein Interview und ...

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Theater heute April 2013
Rubrik: Magazin: Biografie, Seite 68
von Falk Schreiber

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