Immer schön vorwärts leben

Martin Heckmanns «Kommt ein Mann zur Welt»

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Das Leben als Ganzes – ein Thema für das Kabarett. Wer fühlt sich heu­te schon frei, heil und ganz? Stückwerke sind wir, Fragmente, bestenfalls noch offene Systeme. Martin Heckmanns wagt es, ein ganzes Leben zu zeigen – als Komödie, als dramatisier­ten Comic-Strip mit einem ewig scheiternden Helden, dem die Identitätskonstruktion so gut gelingt wie den meisten von uns – teilweise.

Im Schnell­durchlauf erleben wir Brunos wichtigste Stationen: Zeugung, Kindheit, Pubertät, Ausbildung, Beruf (Erfolg und Scheitern), Liebe und Familie (Erfolg und Scheitern), Krankheit, Tod – alles was dazugehört. Am Ende die Ent­täuschung: Es war kein Ganzes. «Ich hätte vielleicht …» ist Brunos letzter unvollständiger Satz.

Wie versucht man, «Ich und Ich» (das Spielzeit-Motto des Düsseldorfer Schauspielhauses) zusammenzuhalten? Wie stellt man Einheit her aus der Verschiedenheit der Lebensmomente? Durch Erzählung. Der Mensch erzählt sich selbst. Vertrackt dabei ist nur, um unser ureigenstes, unverwechselbares Selbst uns und anderen erzählen zu können, müssen wir uns gesellschaft­lich vorgefertigter Erzählmuster bedie­nen. Das sind für Bruno seine Stimmen. Sie mischen sich immer ein, erzählen ihm, was er ...

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Theater heute Juni 2007
Rubrik: Chronik, Seite 43
von Gerhard Preußer

Vergriffen
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