Im Himmel der Schmieranten

Auf Jérôme Savary passen keine Nachrufe. Aber man kann sich gerne an ihn erinnern!

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In den 1970er Jahren habe ich ihn eine Weile gekannt (und ich glaube, ich kannte ihn gut), und nur von dieser Zeit will ich hier erzählen. Es war die Zeit, als Jérôme Savary, der Franzose aus Argentinien, mit dem «Grand Magic Circus et ses Animaux Tristes», also dem Zauberzirkus mit den traurigen Tieren, die Enthusiasten beglückte. Nicht allein in Paris. Die Leute waren aus dem Häuschen, zum Beispiel in Hamburg, wo sie «Von Moses bis Mao», eine bunte, kindlich-dreiste Weltrevue erlebten, mit Zampano Savary, dem Conférencier auch der Weltuntergänge.

Man hätte das Wort «trash», das damals nicht so in Mode war, für ihn erfinden müssen

Es war aber vor allem die Zeit, als Savary an deutschen Theatern zu inszenieren begann. Das hat er lang und ausgiebig getan, mal gut, mal schlechter und manchmal grandios. Als Autor/Übersetzer und als Drama­turg habe ich 1977 und 1978 drei Mal mit Savary gearbeitet, bei der Offen­bach-Operette «La Périchole» in Hamburg , beim «Pariser Leben» in der Frankfurter Oper, bei «In 80 Tagen um die Welt», wieder im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

Ivan Nagel, der Intendant – und mit ihm fängt alles an –, kam schwärmend aus Paris zurück, sorgte dafür, dass die ...

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Theater heute April 2013
Rubrik: Akteure, Seite 44
von Bernd Wilms

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