Holzfällen im Kirschgarten

Peter Turrini «Bei Einbruch der Dunkelheit»

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Mehr als vierzig Jahre, nachdem er seine Heimat fluchtartig verlassen hatte, kehrte Peter Turrini heim nach Kärnten. Genauer gesagt, in jenen vergleichsweise kleinen Teil Kärntens, an dem er sich nach eigenen Angaben noch heimisch fühlt: «das Quadratmeterausmaß der Bühne des Klagenfurter Stadttheaters». Hier wurde, dreieinhalb Jahre nach dem spektakulär gefloppten »Da Ponte in Santa Fé», das neue Turrini-Drama «Bei Einbruch der Dunkelheit» uraufgeführt, und siehe da: Es ist ein Stück Heimat. 

Das exakt am «Montag, 21.

September 1959» handelnde Auftragswerk führt zurück in die Kindheit des in Maria Saal aufgewachsenen Autors. Der Ort der Handlung – «ein Herrenhaus in einem Dorf im Süden Kärntens» – lässt sich leicht als der «Tonhof» in Maria Saal dechiffrieren, wo der Komponist Gerhard Lampersberg und seine Frau, die Sängerin Maja Weis-Ostborn, in den fünfziger und sechziger Jahren eine Art Künstler-Sommerresidenz unterhielten, in der die Avantgarde aus Literatur, Musik und Kunst ein und aus ging. Zu den regelmäßigen Tonhof-Gästen zählte unter anderen ein damals noch völlig unbekannter Autor namens Thomas Bernhard, der sich mit den Lampersbergs später überwarf und sie in seinem ...

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Theater heute April 2006
Rubrik: Chronik, Seite 48
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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