Hoffnung im Angesicht des Untergangs
Heute leben wir im Zeitalter der globalen Übersteuerung, ‹Tand Tand ist das Gebilde von Menschenhand›, raften durch einen reißenden Strom aus Überfluss und Überforderung, sattelfest im porösen Anthropozän, unserem abgehalfterten High-Tech-Gaul, bisschen macht der noch, wir füttern Optimism Bias statt Hafer, (…) wie dem auch sei, Hauptsache das Schwein ist dabei, und ich arbeite an einem Bundesforschungszentrum. Sonne, Mond und Sterne, not my business. Ich kümmere mich um die Erde, kein Problem.
»
Hier spricht Aaron: Geologe, um die vierzig, queer, ehemals religiös (Sprössling einer Pastorenfamilie) und überfordert. «Kein Problem» liegt hier ebenso fern wie Sonne, Mond und Sterne. Überall tummeln sie sich nämlich in seinem Leben – Probleme – und meist entstehen sie im Zusammenhang mit Menschen. Da liegt es nah, sich zurückzuziehen und sich um die Erde zu kümmern. Ihr ist nahe zu kommen ohne missliche Kommunikation, sondern mit naturwissenschaftlichen Verfahren. Sie ist langmütig, scheint erklärbar, und im besten Fall ist sie, durch die Erkenntnisse, die er aus ihr gewinnt, zu retten. Denn eins ist klar: Wir, ihre menschlichen Bewohner, waren kein guter Umgang für sie, und Rettung ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 154
von Nora Khuon
ur weil ein Vorschlag konstruktiv ist, ist er noch lange nicht konterrevo -lutionär.» – Einer meiner Lieblingssätze von Albert O. Hirschman, Ökonom, Sozialphilosoph – und Schlepper. Held der Netflix-Serie «transatlantic». Als rechte Hand von Varian Fry half er, Verfolgte des Nazi-Regimes aus Marseille in Sicherheit zu bringen. Bis er schließlich selbst über die...
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