Hörbares Elend
Schlimmer geht’s nimmer: Debbie Tucker Green verschränkt in «Stoning Mary» drei Elendsgeschichten aus – vermutlich – Afrika: Ein Ehepaar streitet um das einzige Rezept gegen Aids; ein anderes Ehepaar bejammert seinen verlorenen Sohn, der als Kindersoldat kämpfen muss; eine junge Frau – Mary – soll für einen Mord gesteinigt werden und spricht vorher mit ihrer Schwester. Alle drei Geschichten hat Green geschickt verflochten, und erst am Ende stellt sich das Missing Link heraus: Marys Mord galt dem Kindersoldaten, der das aidskranke Ehepaar ermordet hat.
Die Gräuel-Trilogie handelt jeweils von Situationen, welche die Moral schon hinter sich haben: Wo der Tod des einen das Überleben des anderen sichert, wo das Kind zum Feind wird, wo ein Mord Gerechtigkeit bedeutet. Die Dialoge bleiben dennoch demonstrativ banal, was soll man auch schon sagen, wenn es nichts mehr zu sagen gibt. Laut Regieanweisung spielt das Stück jeweils «in dem Land, in dem es aufgeführt wird», und «alle Personen sind weiß». Danke, verstanden: Wir sollen an der westeuropäischen Haut erleben, wie es ist, wenn es so ist.
Regisseur Benedict Andrews hält sich allerdings demonstrativ zurück: 13 Schauspieler sitzen ...
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Hey, Professor, übernimm dich nicht, rief sie mir zuletzt am Telefon zu, ich brauch dich doch, und dann kicherte sie wie ein Backfisch, wie sie es so gerne tat; albern nannte sie mich Higgins und sich Eliza, als ob irgendjemand ihr noch irgendetwas hätte beibringen können. Wie immer dann rheinische Abschiedsgrüße: Mach et joot!
Nun also hat sie sich selber...
