Hör! Das! Spiel!
Etwas Unerhörtes hat sich ereignet. Es scheint um den Tod zu gehen und um einen Kadaver und dessen gewaltsame Beseitigung. Erst allmählich können sich die Hörer ein Bild von der Situation machen. Aus unkommentierten O-Tönen im Stil einer Straßenumfrage kristallisiert sich langsam heraus, wovon eigentlich die Rede ist. «Bastia-Ruckzuck-Krawumm» hieß das Hörspiel, mit dem Antje Vowinckel im Jahr 2000 den ersten «Plopp!»-Wettbewerb der freien Hörspielszene gewann.
Basis der fiktiven Reportage war eine Zeitungsmeldung, nach der die französische Marine mit 500 Kilo Sprengstoff einen an der korsischen Küste gestrandeten Wal buchstäblich in die Luft gejagt hatte. Unter dem prosaischen Titel «Nachricht aus Bastia» ist das 15-minütige Stück auf «Pressplay» zu hören, der vom Hamburger Mairisch-Verlag herausgegebenen ersten Anthologie der freien Hörspielszene. Betont wird der Titel auf der zweiten Silbe, denn «Pressplay» ist ein Imperativ – genau wie «Hörspiel».
Knalleffekt in der Fantasie
Insgesamt 274 Minuten Hörspiel sind auf der MP3-CD zu hören, verteilt auf 20 Stücke mit einer Länge zwischen 3 und 43 Minuten, die einen repräsentativen Eindruck der freien Hörspielszene vermitteln sollen. ...
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Der österreichische Filmemacher Götz Spielmann (Jg. 1961) hat im Auftrag des Linzer Landestheaters sein erstes Stück geschrieben. Bevor er sich an die Arbeit machte, hat er Shakespeare gelesen. «Das hat mich dankenswerterweise inspiriert», verrät der Autor im Programmheft.
«Imperium» hat zwar nichts mit Shakespeare zu tun. Aber wenn man so will, kann man Spielmanns...
