Hauptsache Haltung!
Es heißt ja immer, dass Kunst ihrer Zeit voraus eilen solle, dass sie im besten Falle die Wirklichkeit kennt, noch ehe diese sich selbst vollständig durchdringt. In diesem Sinne hatte Volker Lösch seine große Stunde 2004 am Staatsschauspiel Dresden, unter Intendant Holk Freytag, mit seiner Adaption der «Weber» von Gerhart Hauptmann.
Die zündelnden Hassparolen des Bürger- und Arbeitslosenchores, den Lösch damals für seinen Verschnitt der hauptmannschen Pauperismus-Parabel herbeigerufen hatte, hallen noch heute nach: die Anklage des Hartz-IV-Bundeskanzlers Gerhard Schröder als «Verräterschwein», das Wüten gegen Polit-Talkshows, das in dem notorischen und bald auch gerichtlich verbotenen Satz gipfelte: «Wen ich sehr schnell erschießen würde, das wäre Sabine Christiansen.»
Das alles nimmt man jetzt, elf Jahre später, als düstere Vorzeichen wahr, jetzt, da die Chöre nicht mehr auf den Bühnenbrettern stampfen, sondern quer durch die Dresdner Innenstadt; da die «Patriotischen Europäer» allmontäglich und neuerdings mit Galgen in der Hand die Polit-Riege um Angela Merkel und Sigmar Gabriel aufgeknöpft sehen möchten und pauschal der «Lügenpresse» ans Leder wollen (zu ihrem Glück ist Sabine ...
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Theater heute Januar 2016
Rubrik: Aufführungen, Seite 14
von Christian Rakow
Katastrophen brechen den Menschen das Genick, und wer sie überlebt, der bricht mit menschlichen Werten. Krieg ist so eine Katastrophe. Oder «Das Erdbeben in Chili» von Kleist. Oder das Massaker in David Greigs Terror-Recherchestück «Die Ereignisse».
Das Zinzendorfhaus ist – wie die Stadt Basel seit dem Erdbeben von 1356 insgesamt – ein katastrophenfreier Ort. Hier...
Aachen, Grenzlandtheater
28. Levin, Todesfalle
R. Anja Junski
Aachen, Theater
14. Marivaux, Der Streit
R. Roland Hüve
16. Beckett, Warten auf Godot
R. Christian von Treskow
22. Lausund, Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner
R. Marion Schneider-Bast
Aalen, Theater der Stadt
23. Rottmann, Die mich jagen
R. Winfried Tobias
Baden-Baden, Theater
22. Murray-Smith, Zorn
R. Otto Kulka
Ba...
fassung
mange ton dasein!
lacan
tatsächlich gibt es nichts, was auf so unerträgliche art und weise unbrauchbar und überflüssig wäre wie das organ, das herz genannt wird, dieses schmutzigste aller mittel, das die wesen erfinden konnten, um leben in mich zu pumpen.
artaud
per medulam cordis mei,
peccatoris atque rei,
tuus amor transferatur,
quo cor tuum rapiatur
...
