Harte Arbeit
Das ist ein guter Anfang. Hier finde ich vielleicht zurück.» Das sind die ersten Worte, die Cennet, die Figur im Mittelpunkt des Stücks, zu uns spricht. Cennet ist eine Frau in ihren späten Fünfzigern. Mutter. Es scheint zunächst, als habe sie sich verlaufen. Im Rahmen einer Arbeitsmaßnahme soll Cennet das Fitnessstudio «Dog Pound» putzen. Dabei wird sie von einer mysteriösen Nachtwächterin observiert, die ihr immer übergriffigere Fragen und Aufgaben stellt. Was als ein normaler Abend beginnt, wird zu einem Blick in Cennets Seele, dem sie nicht ausweichen kann.
Duygu Agal, Autor:in und Moderator:in, wächst in Hamburg auf und zieht 2016 nach Berlin. Agal erhält bereits früh musikalische Erziehung. Lernt Baglama und nimmt Gesangs -unterricht. Dadurch entsteht ein Interesse auch am Schreiben. Zuerst sind es Song-Lyrics, später kurze Texte über den Alltag, aber auch über das Verliebtsein, erste Vorstellungen über eine Welt, in der man leben könnte, und welche anderen Leben es noch gibt außer den eigenen. Agal beschreibt, dass die Lieder und Texte halfen, auch das Leben der Eltern zu verstehen. Denn den Geschichten aus der Kindheit, die die Eltern früher erzählten, und den Liedern, die ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 144
von Miriam Owusu-Tutu
Es regnet. Eine Tochter kommt nach Hause. Das heißt, vielmehr kehrt sie zurück in das Haus ihrer Kindheit. Das Haus, das Karens Vater mit eigenen Händen aufgebaut hat. Das Haus, das sich wie eh und je inmitten eines dichten Waldes hoch über dem Tal gegen den Hang stemmt und in dem er noch immer wohnt. Es regnet bereits seit Tagen, und durch jeden Riss und jede...
Sibylle Berg gehört zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autor:innen der Gegenwart. Ihre Stücke laufen an zahlreichen Stadttheatern, ihre Romane stehen regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Sie wurde vielfach ausgezeichnet. Neben ihrer literarischen Arbeit engagiert sie sich zunehmend politisch. Sie ist für Die PARTEI tätig und seit 2024 Mitglied des Europäischen...
Oper? Schauspiel? Performance? Spektaktel? – Egal! Die Inszenierung des Jahres heißt – «Sancta»! Florentina Holzingers queerfeministische Aneignung einer katholischen Messe im Rahmen von Paul Hindemiths Kurzoper «Sancta Susanna»
– u.a. koproduziert von den Opernhäusern in Schwerin und Stuttgart – feiern 9 Theaterkritiker:innen. Auch wenn das Publikum insbesondere...
