Harte Arbeit
Das ist ein guter Anfang. Hier finde ich vielleicht zurück.» Das sind die ersten Worte, die Cennet, die Figur im Mittelpunkt des Stücks, zu uns spricht. Cennet ist eine Frau in ihren späten Fünfzigern. Mutter. Es scheint zunächst, als habe sie sich verlaufen. Im Rahmen einer Arbeitsmaßnahme soll Cennet das Fitnessstudio «Dog Pound» putzen. Dabei wird sie von einer mysteriösen Nachtwächterin observiert, die ihr immer übergriffigere Fragen und Aufgaben stellt. Was als ein normaler Abend beginnt, wird zu einem Blick in Cennets Seele, dem sie nicht ausweichen kann.
Duygu Agal, Autor:in und Moderator:in, wächst in Hamburg auf und zieht 2016 nach Berlin. Agal erhält bereits früh musikalische Erziehung. Lernt Baglama und nimmt Gesangs -unterricht. Dadurch entsteht ein Interesse auch am Schreiben. Zuerst sind es Song-Lyrics, später kurze Texte über den Alltag, aber auch über das Verliebtsein, erste Vorstellungen über eine Welt, in der man leben könnte, und welche anderen Leben es noch gibt außer den eigenen. Agal beschreibt, dass die Lieder und Texte halfen, auch das Leben der Eltern zu verstehen. Denn den Geschichten aus der Kindheit, die die Eltern früher erzählten, und den Liedern, die ...
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Theater heute Jahrbuch 2025
Rubrik: Neue Stücke, Seite 144
von Miriam Owusu-Tutu
Ich glaube, das Gebot der Stunde lautet Kooperation, im Gegensatz zu einer Gesinnung, in der es als Erfolg gilt, sich die Welt Untertan zu machen. Das 20. Jahrhundert ist noch nicht lange her, und es wuchert noch kräftig zu uns herüber. Angesichts der globalen Bedrohungslagen unseres Jahrhunderts ist jedoch Kooperation die einzig logische Schlussfolgerung –...
Liebe Anna Sophie, ich hasse dich. Zutiefst verachte ich Frauen wie dich, weil das neue Patriarchat sind auch weiße Frauen, die sich wie Alphamänner verhalten, oder auch Frauen, die zu Minderheiten ge -hören, die sich aber wie diese weißen Frauen verhalten, und die wiederum wie diese Patriarchen. Im Patriarchat ficken alle alle. Aber niemand fickt gut. The tragedy...
Nein, Joseph Schumpeters affirmative Theorie vom Wirken der disruptiven Kräfte im Kapitalismus steht nicht im Zentrum von Thomas Melles Überschreibung und Neudichtung der «Bakchen» nach dem Urmuster von Euripides. Dennoch kann diese mitgedacht werden, wenn der Autor befragt, was das Dionysische sein und wofür es heute stehen könnte. Und natürlich kommt auch diese...
