Hamburgische Dramaturgie
Zierlicher ist es, das neue Logo, mit dem Thalia-Intendant Joachim Lux die Litfaßsäulen Hamburgs schmücken ließ. Zierlicher, strenger und doch merkwürdig vertraut. Aus dem gemütlichen Thalia-Tempel Ulrich Khuons, über dem der Morgenstern aufging, ist mit denselben Stilmitteln ein Strichmännchen geworden, das jederzeit losmarschieren könnte: Kontinuität, Neubeginn und ein bisschen Programmatik ins Symbol gezwungen.
Der Neu-Intendant weiß, dass er von Vorgänger Khuon das vielleicht erfolgreichste deutsche Theater übernommen hat. Und muss doch eigene Duftmarken setzen.
Um Himmels Willen kein Motto, aber doch eine nicht eben kleinmütige Frage soll die nächsten Jahre bestimmen: «Wo gehen wir hin?» Globale Wanderbewegungen, Menschen «auf der Suche nach innerer oder äußerer Heimat und nach kultureller Identität» beschwört Lux im Spielzeitheft, das mit strengem Schwarzweiß, sehr schönen Fotos des Ensembles und einer befremdlichen Schrifttype aus den 30er Jahren aufwartet.
Stadt auf die Bühne
Hinaus in die Welt also. Für den allerersten Abend aber hatten sich Lux und sein Oberspielleiter eine besondere Geste des Einladens ausgedacht: die Stadt ins Theater. Nicht das neue, von ersten ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Aachen, Theater
Kasse: 0241/47 84 244
6. Ensemble-Projekt, «Robin Hood», R. Martin Philipp
20. Gintersdorfer/Klaßen, «Très, très fort» (U), R. Monika Gintersdorfer
Aalen, Theater der Stadt
Kasse: 07361/522 600
26. Lange, «Drachentod und Käsebrot», R. Jakob Strack
Altenburg/Gera, TPT
Kasse Altenburg: 03447/585 161
Kasse Gera: 0365/7736343
13. ...
Dermaßen auf den Premierenabend hin konzipiert war wohl schon lange keine große Produktion mehr, nicht einmal unter den auf schnell aufflammende Empörung zielenden Pfeilen aus dem Köcher von Volker Lösch.
36 Stunden vor Öffnung der Bundestagswahllokale wirkte sein «Nachtasyl Stuttgart von Maxim Gorki und 33 Stuttgarter Bürgern» wie ein letztes Aufbäumen gegen...
Sie heißen Robert, Christoph, Matthias, Steffen oder Enrico. Im normalen Leben sitzen sie hinterm Schreibtisch im Amt und bearbeiten Akten oder schrauben in der Werkstatt Autos zusammen. Am Wochenende aber nennen sie sich Börti, Chrille, Matze, Pansen oder Roco. Dann tragen sie schwarze Klamotten, ziehen gemeinsam im Pulk in Halle zum alten Kurt-Wabbel-Stadion,...
