Gute Miene zum Einstand

Lene Grösch startet am Schauspiel des Staatstheaters Nürnberg und übernimmt kein leichtes Erbe

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Nürnberg scheint ein prima Sprungbrett zu sein für Künstler, die hoch hinaus wollen. In der jüngsten Vergangenheit verließen gleich drei Kreative das Staatstheater, die hier irgendwie darauf warteten, an vergleichbar größeren, renommierteren Häusern zu beginnen.

Zunächst ging Generalmusik -direktorin Joana Mallwitz und kam nach Berlin als künstlerische Leiterin und Dirigentin des Konzerthausorchesters; dann nahm überraschend Jan Philipp Gloger, Chef des Schauspiels, seinen Hut und eilte nach Wien, wo er jetzt mit geschickter Hand das Volkstheater leitet; schließlich verabschiedete sich auch Goyo Montero als gefeierter Chefchoreograf, um am Staatstheater Hannover mit seiner Compagnie neu anzufangen. Das alles kam in Nürnberg einem Aderlass gleich, und der Verdacht liegt nahe, dass man an der Pegnitz nur mal ein paar Jahre parkt, um dann nach Höherem zu streben.

Alle Posten wurden ohne großes Aufsehen rasch nachbesetzt. Ein echter Neuanfang also am Drei-Spartenhaus in einer Stadt, die sich mit Neuem eher schwer tut, lieber das Altbewährte konsumiert, dem verstörenden Experiment skeptisch begegnet. Das muss Lene Grösch auch gewusst haben, als sie sich für die vakante Stelle auf der ...

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Theater heute Januar 2026
Rubrik: Starts, Seite 42
von Bernd Noack

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