Gold ohne Glanz

Rebekka Kricheldorf nach F. Scott Fitzgerald «Der große Gatsby» am Staatstheater/Landestheater Meiningen/Eisenach

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Auf dem dunklen Gold der Bühne von Christin Treunert liegt Patina. Die (beweglichen) Wände wirken wie ein vergilbter Spiegelsaal mit jetzt stumpfen, angelaufenen Flächen. Vom Schnürboden schweben wahlweise Kronleuchter oder Discokugeln herab, doch alles liegt wie unter Mehltau. Ein wenig schwülstig, aber zugleich mit postapokalyptischer Lost-Place-Anmutung. Das gilt selbst für Treunerts Kostüme der 1920er Jahre. Zombies hätten hier ihren Spaß, ebenso eingefleischte Melancholiker.

Regisseur Dominique Schnizer hat «Der große Gatsby» nach dem Roman von F.

Scott Fitzgerald in der Bühnenversion von Rebekka Kricheldorf in den Kammerspielen Meiningen herausgebracht; nun hatte derselbe Abend auch im Landestheater Eisenach Premiere. Das Landestheater verfügt seit dieser Spielzeit, nachdem es lange – neben Tanz – ausschließlich Kinderund Jugendtheater produziert hat, zwar wieder über eine eigene Schauspielsparte samt -Ensemble, kooperiert aber immer noch mit dem großen Bruder Meiningen, dessen Intendant Jens Neundorff von Enzberg auch Chef des Theaters in der Lutherstadt ist.

Der Gatsby hier strahlt zweifache Melancholie aus: Zum einen ist da natürlich die Story selbst, in der Millionär Jay ...

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Theater heute März 2025
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Torben Ibs

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