Gesellschaft neu denken

Die performativen Künste haben die besten Voraussetzungen dafür

Beschleunigung in allen Lebensbereichen war ein fundamentales Phänomen unserer Zeit. Denn höher, schneller, weiter ist das inhärente Credo des Kapitalismus. Entschleunigung zu denken oder zu entwerfen, galt bislang als kritische Position. Dann kam Corona. Lockdown. Stillstand. Zeit zum Nachdenken – auch über die Zukunft des Theaters. Zeit zum Nachdenken, wie Theater- und Kunstproduktion Relevanz entfalten können, während und nach der Krise. Um genau zu sein: nach der Corona-Krise – denn eine komplexe globale Krise war auch vor der Pandemie schon da.

Die Klimakrise mit Unwettern zuvor unbekannten Ausmaßes, Verschmutzung der Meere und des Festlandes, Erderwärmung. Die Krise der wachsenden Ungleichheit zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden, die sich nach dem Ende des Kolonialismus ökonomisch fortgeschrieben hat. Flucht- und Migrationsbewegungen, die von der Ungleichheit maßgeblich

produziert werden. Zunehmende Präsenz rechter und völkischer Parteien und Regierungen in Europa und den Amerikas. Die Krise der wachsenden sozialen Gräben in Europa. Jugendarbeits­losigkeit, Prekarisierung von Arbeit, aber auch klassenorientierte medizinische Versorgung in vielen Teilen der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Jahrbuch 2020
Rubrik: Antworten auf die Zukunft, Seite 46
von Amelie Deuflhard