Genesis ins Elend

Henriette Dushe «Menschen bei der Arbeit»

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Die Hartz-IV-Gesetzgebung erweist sich wieder einmal als Vehikel für den Verlust menschlicher Werte. So jedenfalls erzählt Henriette Dushe ihre Parallel-Geschichte zur Genesis: Einem paradiesischen Urzustand
folgt der Absturz in ein jämmerliches Dahin­vegetieren.

Eine heitere Ursprungslandschaft zu Beginn, überquellend von Pflanzenwuchs und allerlei Getier.

Hier erhebt sich ein nicht näher bestimmtes Wesen aus Staub, «das läuft und läuft», einer Kette von Demütigungen ausgesetzt, bis es sich wieder findet im «ohrenbetäubenden Lärm des Großraumabfertigungs­bereichs eines Jobcenters». Es fehlt nicht an aufbrausendem musikalischen Sound, von Haydn bis Jimmy Hendrix, es fehlt nicht an ­einem Sachbearbeiter, «Kugelschreiber» genannt, der seinem Namen getreu wenig Beistand zu leisten vermag, wenn sich die Widrigkeiten häufen: Dem Karriereknick folgt die Leistungsminderung, sinnlose Kurse trainieren das Ausfüllen von Formularen. Selbst an jenem beschämenden Pfandbon in Höhe von einem Euro dreißig mangelt es nicht. Alles wie im richtigen Leben. Henriette Dushe hat fleißig gesammelt; die Farce freilich, zu der sich ihre Wahrnehmungen verdichten sollten, gerät über eine Skizze nicht hinaus. ...

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Theater heute Juni 2010
Rubrik: Chronik, Seite 50
von Erika Stephan

Vergriffen
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Festivalkalender

Avignon 

50. Festival d’Avignon 

vom 7. bis 27. Juli  

Bureau de Festival, B.P. 492  

F-84072 Avignon Cedex 04  

 

Tel.: 00 33/490/14 14 26

www.festival-avignon.com 

 

Christoph Marthaler/Anna Viebrock Papperlapapp (7.-9., 11.-13., 15.-17.)

 

Falk Richter/Stanislas Nordey My Secret Garden (9.-11., 13.-17.)

 

Gisele Vienne This is how you will disappear (8.-10.,...

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