Generation Ego-Shooter?

Nicht nur: Das 8. Körber Studio Junge Regie zwischen Performance, Sprachreflektion und Dokutheater kürt einen würdigen Sieger

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Etwas vom Äpfel-und-Birnen-Vergleich haf-tet dem Körber Studio Junge Regie in der Gaußstraße in Hamburg jedes Jahr an: Die Performance-Brutstätten Hildesheim und Gießen und beispielsweise das Salzburger Mozarteum mit seinem klassischen Schauspielbegriff liegen in ihrem Selbstverständnis auf denkbar weit entfernten Theaterplaneten – die sich dieses Jahr mehr denn je aufeinander zu bewegten.



Denn ob diskurserprobtes Reflektionstheater oder in Figuren aufgehendes Repräsentations­spiel – ein gemeinsamer Nenner einte den Großteil der zwölf angetretenen Produktionen einer jungen Generation, die sich in einem der zahlreichen Gespräche selbst als «Ego-Shooter» bezeichnete: ein hohes Maß an Selbstreferen­zialität. Katharina Cromme von der Zürcher Hochschule der Künste brachte die allgegenwärtige Reflektion der Mittel unmittelbar ins Spiel: Beim von ihr selbst verfassten Text «Romantik ist ein Frauenporno» lief ein absurdes Regelwerk der Postdramatik als Leuchtschrift neben der Szene, während die Spielformen der ironischen Authentizität durchdekliniert wurden. Die Regeln gipfelten in der Regel, auf jeden Fall die Regel zu brechen. Im zweiten Teil ihrer Arbeit wurde der Versuch, endlich doch ...

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Theater heute Mai 2011
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Barbara Burckhardt

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