Freundliches Feuer
Es geht um den Krieg an sich und Figuren, die in heutigen kriegerischen Situationen eine Rolle spielen können. Der Marineinfanterist Tom zum Beispiel könnte in einem Nato-Einsatz unterwegs sein. Scharfschütze Sky dagegen würde sein «Geschäft» aus dem Hinterhalt wohl eher in bürgerkriegsähnlichen Situationen ohne NATO-Beteiligung erledigen. Tom allerdings hat genug vom Krieg. Er ist der einzige Überlebende einer Kompagnie, die von der eigenen Luftwaffe bombardiert wurde.
Nach dem «friendly fire» irrt er traumatisiert durch verwüstetes Kriegsgebiet, trifft auf Sky und weiß nicht, dass seine beiden Schwestern in der Heimat an einem zynischen Campspiel teilnehmen. Als Gewinn der TV-Simulation winkt die Teilnahme an einem Kriegseinsatz. Eigentlich suchen Gloria und Ellen ja ihren Bruder, vielleicht wollen sie aber doch die Härte des Krieges erleben und kosten im Kriegscamp schon mal vor.
Ähnlich widersprüchlich ist auch die Kriegsreporterin Helena angelegt, bei der man nicht so genau weiß, ob sie seriös unterwegs ist, oder den Krieg so arrangiert, dass er gut ins Bild passt. Und Laif, der Chef einer Hilfsorganisation, entpuppt sich als knallharter Geschäftsmann, der die Leichen von ...
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Gleich bei unserem ersten Gespräch haben wir uns intensiv über die Neuerscheinungen zu den Paulus-Briefen unterhalten. Philipp Hauß hat nämlich ein Philosophie-Studium an der Universität Wien begonnen und besucht regelmäßig die Lehrveranstaltungen. Es beschäftigt ihn die Frage, wie man aus philosophischer und theologischer Perspektive ein Geheimnis denken kann....
Eines Tages, sagt er, habe er sich schlagartig verändert. Das muss wohl wahr sein, denn seither ist er ein pathologischer Fall und in Tschechows Menschenpanorama der einzige tatsächlich Depressive. Heute würde der Hausarzt seines Vertrauens ihm ein Medikament zur Mobilisierung der einschlägigen Neurotransmitter verabreichen, und es ginge ihm etwas besser. Zu Zeiten...
Ich würde ja gerne eine beeindruckende Geschichte darüber aus dem Ärmel zaubern, wie ich zum Theater gekommen bin, aber ich glaube, das Theater ist ganz einfach und unspektakulär zu mir gekommen.» Ein solches Bekenntnis über dem allerersten Schluck Kaffee lässt auf zwei Dinge schließen: Dennis Kelly ist erstens ehrlich veranlagt und arbeitet zweitens nicht aktiv an...
