Fragen ohne Antworten

In Frankfurt führt Alexander Eisenach das Finanzkapital in den Saloon, Michael Thalheimer Kleists «Prinz von Homburg» in den Nebel

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Mit lässiger Geste schüttelt der Regisseur und Autor Alexander Eise­nach seinen Finanz-Western «Der kalte Hauch des Geldes» in die Frankfurter Kammerspiele. Eisenach fragt nicht weniger als a) nach dem Zustand der Welt und b), wie die Macht des Kapitals zu brechen sei. Natürlich findet er keine Antworten, will aber auch trotz vieler gar nicht unkluger Finanzmarkt-Sprüche auch gar nicht klüger sein als wir alle. Vielleicht gerade deswegen hat dieser Theater-Western angenehm schmerzlösende Wirkung.

Man kommt besser gelaunt aus dem Theater als man (mit Trump im Kopf oder ohne) hin­eingegangen ist. Schön, dass man über die Welt noch lachen kann – und das durchaus über Niveau.

Die Bühne von Daniel Wollenzin ist, natürlich, ein Saloon, die Bardame Marisol (Verena Bukal) trägt selbstverständlich Rüschenkleid und Mieder, und die Colts stecken selbstredend locker im Gürtel. Die Übertragung der Finanzthematik auf den Western funktioniert bestens. Kein Wunder: Glücksspiel, Goldrausch und Grundstücksspekulation wurden ja nachgerade auf dem Weg Amerikas in den Westen erfunden. Für das Theater ist das etwas in die Jahre gekommene Film-Genre ein Segen. Es gibt den Spielern beste ...

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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Aufführungen, Seite 17
von Peter Michalzik

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