Fragen ohne Antworten
Mit lässiger Geste schüttelt der Regisseur und Autor Alexander Eisenach seinen Finanz-Western «Der kalte Hauch des Geldes» in die Frankfurter Kammerspiele. Eisenach fragt nicht weniger als a) nach dem Zustand der Welt und b), wie die Macht des Kapitals zu brechen sei. Natürlich findet er keine Antworten, will aber auch trotz vieler gar nicht unkluger Finanzmarkt-Sprüche auch gar nicht klüger sein als wir alle. Vielleicht gerade deswegen hat dieser Theater-Western angenehm schmerzlösende Wirkung.
Man kommt besser gelaunt aus dem Theater als man (mit Trump im Kopf oder ohne) hineingegangen ist. Schön, dass man über die Welt noch lachen kann – und das durchaus über Niveau.
Die Bühne von Daniel Wollenzin ist, natürlich, ein Saloon, die Bardame Marisol (Verena Bukal) trägt selbstverständlich Rüschenkleid und Mieder, und die Colts stecken selbstredend locker im Gürtel. Die Übertragung der Finanzthematik auf den Western funktioniert bestens. Kein Wunder: Glücksspiel, Goldrausch und Grundstücksspekulation wurden ja nachgerade auf dem Weg Amerikas in den Westen erfunden. Für das Theater ist das etwas in die Jahre gekommene Film-Genre ein Segen. Es gibt den Spielern beste ...
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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Aufführungen, Seite 17
von Peter Michalzik
Daten
Aachen, Grenzlandtheater
31. Delaporte und de La Patellière,
Das Abschiedsdinner
R. Udo Schürmer
Aachen, Theater
19. Projekt, Eine Handvoll
R. Robert Seiler
27. Miller, Alle meine Söhne
R. Michael Helle
28. Nicht mit uns! – Zauberland
ist abgebrannt
R. Florian Hertweck
Aalen, Theater der Stadt
11. Stamm, Agnes
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg...
Aufführungen
War vielleicht doch ein bisschen zu viel medialer Gegenwind, der Matthias Lilienthals als «Pipifax» geschmähter Performance-Schiene entgegenschlug. Ins neue Jahr jedenfalls starten die Münchner Kammerspiele so kanonisch wie nur irgend möglich: Mit Tschechows «Kirschgarten», möglicherweise leicht entkanonisiert durch Nicolas Stemann, und...
Das Flugzeug der Austrian Airlines setzt auf der Landebahn des Wiener Flughafens auf. Es ist der 5. Dezember 2016. Der Tag nach der «Schicksalswahl». Wie jedes Mal plärrt unmittelbar nach der Landung dieser nervtötende Potpourri aus Walzer und Mozart aus den Bordlautsprechern. Willkommen in Österreich.
Das Leben geht weiter. Immerhin, als am Tag davor kurz...
