Fokussiertes Bauen
Heinar ist einer, der sich der Konzentration auf das Wesentliche verschrieben hat. Zunehmend hat er das Sprechen eingestellt, um nur noch das zu tun, was er für existenziell hält: das Bauen. Seine Hingabe konzentriert sich vorerst noch auf das Errichten eines Eigenheims. Den Rückzug aus der Stadt will er ganz alleine schaffen – lediglich zwei Schwarzarbeiter gehen ihm zur Hand. Doch die Situation birgt ein gewisses Konfliktpotenzial, denn ganz alleine geht Heinar nicht durchs Leben. Seine Frau ist guter Hoffnung und möchte möglichst bald ins neue Häuschen ziehen.
Unterdessen aber hat ihr Vater seinen Schwiegersohn gehörig im Visier, finanziert er doch den ganzen Unsinn nur, um der Tochter endlich mal die Augen zu öffnen. Damit die merkt, dass dieser Heinar wirklich gar nichts taugt.
Auch Markus ist ganz irritiert, was da sein Kumpel treibt. Sollte er als Architekt nicht helfen bei dem Bau? Fehlen da nicht Aufsicht, Rat und Expertise? Besessen bauend, ignoriert Heinar seinen Freund, der sich stattdessen um Petra kümmert. Auf dass sie sich nicht ganz alleine fühlt. Und weil beim Richtfest alte Freunde auch nicht fehlen dürfen, sind Thomas und Christina auch noch da. Zum Helfen, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 181
von Ulrich Khuon
A
Nora Abdel-Maksoud
The Sequel (Maxim Gorki Theater Berlin)
FlediMan und die Jungs von der Zeche (Theater Oberhausen)
Sulayman Al Bassam
Ur (Residenztheater München)
Ibrahim Amir
Rojava (Volkstheater Wien)
Helwig Arenz
Caligula und das Mädchen auf der Treppe (Gostner Hoftheater Nürnberg)
Nicole Armbruster
Zur Hölle mit den anderen (Theater Aachen)
Thomas Arzt
Die...
Victory Condition» beginnt mit einem freundlichen «Hallo». Ein Mann spricht mich an, erzählt, was er weiß über mich, über mein Leben mit geliebten Menschen, über Glücksmomente und plötzlich einbrechenden Schrecken, über meine Ängste und mein Vertrauen. Der Mann kennt mich, denn er ist wie ich.
Nein, er spricht nicht mit mir. Der Mann ist ein Sniper und liegt...
«Heimat» ist ein trügerischer Begriff, er bringt Sehnsucht zum Ausdruck: nach Ruhe, Beständigkeit, Vertrautem, Einfachheit, Zugehörigkeit und tiefer Verwurzelung. Die Diagnose, dass ein wachsendes Bedürfnis nach alldem verständlich sei, weil wir in sich rasant ändernden Zeiten leben, die immer unüberschaubarer würden, ist allgegenwärtig. Gleichzeitig ruft der...
