Festival: Im Dialog
Bilder wie diese kann ja keine Bühne, kein Theater bieten – Bilder wie aus der «Vila Itororo», einer kleinen Geisterstadt mitten im Herzen der Monster-Metropole Sao Paulo. Vor bald 100 Jahren entstand hier eine kleine Siedlung zu Füßen des Wohn-Tempels, den ein offensichtlich reichlich durchgeknallter Architekt für sich selber entwarf; mit Säulen wie auf einer Akropolis «en miniature» und mit Interieur aus einem alten, damals schon verfallenen Theater der Stadt.
Längst sind Hochhäuser, Wohntürme und Schnellstraßen um das Terrain herum gewachsen, das Straßen-Niveau jenseits der Mauern der «Vila Itororo» liegt mittlerweile über den Dächern des völlig maroden Geländes. Die Wohnblöcke verfielen, wurden von Künstlern besetzt und sollen jetzt zum Kulturdenkmal werden – auch wer über Jahre hin quasi um die Ecke wohnte, hat diesen verkommen-verzauberten Ort womöglich nie zu Gesicht bekommen. Durch dieses Ambiente nun, diese «Cidade Vodu», die Voodoo-Stadt, führt uns – ständig irre kichernd – der Tod persönlich in der Produktion vom «Teatro dos Narradores», dem «Theater der Erzähler».
Texte und Materialien über die Sklaverei hat Regisseur Jose Fernando Azevedo montiert, und Haiti steht im ...
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Theater heute Mai 2016
Rubrik: Magazin, Seite 77
von Michael Laages
Manche bezeichnen Konstantin Bogomolow als billigen Schocker. Junge Kritiker sehen seine Inszenierungen drei bis vier Mal und kennen jede Szene. Konservative Dozenten an den Theaterhochschulen verschrecken ihre Studenten allein mit seinem Namen, während wiederum einige Mitglieder des Polit-Establishments (und besonders deren Glamour-Ehefrauen) ein Wahnsinnsgeld...
Jesko
Malte
Johannes
Konstantin
Lehrerin (Katja)
Bettina
Sandra
Beamter
Reporter
Stimmen und Körper
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Was habe ich erlebt. Weiß ich nicht. Keine Ahnung. Was habe ich erlebt? Wissen Sie, was Sie erlebt haben? Ich nicht. Ich meine das nicht im erkenntnistheoretischen, philosophischen Sinne. Ich meine das wirklich im lebensweltlichen Sinne, als Grundlage...
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