«Es reicht uns nicht. Es fehlt etwas»
Liebe. Wer hätte gedacht, dass alles auf dieses Wort hinausläuft? Vieles habe ich mit dem Theater von René Pollesch verbunden: «Postdramatik» und radikale Zeitgenossenschaft, Pop und Politik, Feminismus und Queerness, Witz und Theorie und den frühen Versuch, Autorschaft und Repräsentation im Theater neu zu denken.
Aber Liebe? Wurde nicht «bei Banküberfällen» damit gehandelt? War sie nicht deshalb «kälter als das Kapital»? Und hatte nicht gerade Pollesch uns über den Materialismus der ach so einzigartigen Gefühle so cool und spaßig aufgeklärt?
Nach seinem plötzlichen Tod ging eine gewaltige emotionale Welle durch die Kulturwelt. «Ich werde dich immer lieben», schrieb der Schauspieler Fabian Hinrichs als erster einer ganzen Reihe von Weggefährt:innen in der «Süddeutschen Zeitung», und es las sich, als ob er es brüllte vor Wut und Schmerz. Pollesch hatte gerade noch ein letztes gemeinsames Stück mit ihm inszeniert, dessen Titel «ja nichts ist ok» jetzt zum kollektiven Trauer-Meme wurde. «Die Liebe war unser Thema», schreibt die Schauspielerin Kathrin Angerer, und erklärt, wie sie in langen Gesprächen und Proben mit Pollesch Erfahrungen gegen Monologe tauschte. Aber auch all die ...
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Theater heute April 2024
Rubrik: Nachruf René Pollesch, Seite 29
von Eva Behrendt
Die Theaterkritik von damals zu finden, war genauso schwierig wie damals die Suche nach dem Theater, in dem ein neuer Theatertext inszeniert wurde, den der Regisseur des Abends auch geschrieben hatte. Es war im November 1991 und auch deshalb so außergewöhnlich, weil sich das Ganze im pfälzischen Frankenthal ereignete. Dass es da eine zwar kleine, aber wohl doch...
Die Hölle, das ist die Gemäldegalerie. Zumindest, wenn sie so kuratiert ist wie die, die Nadin Schumacher in die neu eröffnete Kleinbühne «Werkstatt» in der Thalia-Nebenspielstätte Gaußstraße gebaut hat: Einige Bilder sind beschmiert oder zerrissen, an einer Stelle hängt nur ein leerer Rahmen, ein weiterer Rahmen ist beschädigt, vor allem aber passt nichts...
Der Bundesverband Schauspiel (BFFS), die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA) und die Vereinigung deutscher Opernund Tanzensembles (VdO) haben sich in der aktuellen Tarifrunde mit der Arbeitgeberseite, dem Deutschen Bühnenverein, geeinigt. Erfreulicherweise werden die Tariferhöhungen aus dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder analog...
