Democracy Romance

Das Zürcher Theater Spektakel will der Demokratie zur Hilfe eilen mit einem Pre-Enactment von Proberaum Zukunft, Michiel Vandevelde und Vimala Pons

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Es ist vielleicht Zufall, aber gleich zwei Arbeiten von Eneas Prawdzic sorgten am diesjährigen Zürcher Theater Spektakel für Aufsehen. Der 37-jährige Zürcher Prawdzic ist nicht nur führender Kopf hinter dem Kollektiv Proberaum Zukunft, das das große Projekt «Die Allianz der letzten Demokratien» verantwortete. Sondern mit Michiel Vandevelde und Pankaj Tiwari auch Teil des Trios hinter der Inszenierung «Violenza 2025», die gleich zu Beginn des Spektakels nachhaltig verstörte.

Violent, gewaltsam, ist in «Violenza 2025», das nach der Premie -re am Steirischen Herbst in Graz durch Deutschland tourte, zunächst einmal wenig. Da stehen fünf sehr geschniegelte, sehr freundlich wirkende Männer auf der Bühne, später bekommen sie von einigen zunächst ähnlich freundlich dreinblickenden Statisten Verstärkung. Es vergehen aber fast 80 Minuten, ehe sie am Ende zu offener Gewalt greifen und wehrlos einen auf dem Boden Liegenden treten und schlagen.

Auf sprachlicher Ebene hat die Gewalt in «Violenza 2025» schon vorher eingesetzt. Nach nur kurzer Eingewöhnungsphase, freundlichem Kennenlernen und höflich-anbiedernder Aufmunterung. Sie kommen dabei so nett herüber, dass sich nicht wenige im Zürcher ...

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Theater heute Oktober 2026
Rubrik: Festivals, Seite 24
von Valeria Heintges

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