Endlich groß denken

Ein deutschlandweites Bündnis aus sieben freien Spielstätten hofft auf eine Strukturveränderung mit Hilfe der Staatsministerin für Kultur und Medien. Ein Gespräch mit den Künstlerischen LeiterInnen Annemie Vanackere, Amelie Deuflhard und Stefan Hilterhaus

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Theater heute Ende vergangenen Jahres meldeten die Pressestellen Ihrer Spielstätten, dass der Haushaltsausschuss zur Förderung eines neuen Verbundprojekts von sieben internationalen Produktionshäusern zwölf Millionen Euro für die nächsten drei Jahre bereitgestellt hat. Beteiligt sind Mousonturm, FFT Düsseldorf, HAU Hebbel am Ufer, Kampnagel Hamburg, Hellerau, PACT Zollverein Essen, Tanzhaus NRW.

Was ist das für ein «Bündnis»? Hat der Haushaltsausschuss plötzlich sein Herz für die Freie Szene entdeckt, oder haben Sie sich zusammengeschlossen?

Annemie Vanackere Wir sind zunächst zusammengekommen, um uns auszutauschen. Das fing vor etwa zwei Jahren an und war so hilfreich, dass wir es mittlerweile sehr strukturiert und regelmäßig tun. Wir sprechen über Arbeitsweisen, Finanzierungsmodelle, über bestimmte KünstlerInnen, Programmgestaltung – all das …

 

TH … Wir dachten, die Häuser seien schon länger im Gespräch, schließlich gibt es seit Jahren viele Koproduktionen und Gastspiele.

Amelie Deuflhard Ja klar, das sind wir auch. Aber als vor einem Jahr die Debatte um die Zukunft der Volksbühne begann, wurden wir auch oft mit der Behauptung konfrontiert, dass wir, die Produktionshäuser, alle ...

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Theater heute August/September 2016
Rubrik: Freie Szene, Seite 20
von Eva Behrend, Franz Wille

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