«Empörung hilft uns nicht weiter»
In Weimar hat im November die AfD-Fraktion das Nationaltheater durch eine kleine Anfrage im Stadtrat dessen Finanzierung in Frage gestellt. Anlass war ein Podcastgespräch der Zeitschrift «BackstageClassical», in dem DNT-CO-Leiter Valentin Schwarz gesagt hatte: «Als Theater sind wir nicht dafür da, eine herrschende Stimmung nur zu reproduzieren, sondern wir müssen eine Position einnehmen. Wir müssen sagen: Wir stehen für eine offene, freiheitlich demokratische Ordnung und Grundverfassung.
» Daraus machte die AfD in ihrer Anfrage eine ausdrückliche Stimmungsmache des Theaters gegen ihre Partei und interpretierte dies wie auch eine Veranstaltung «Gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus in Thüringen» als Verstoß gegen das Neutralitätsgebot.
Ebenfalls im November fand in Magdeburg eine «Mahnwache» vor dem Opernhaus statt, um gegen ein noch gar nicht geschriebenes und aufgeführtes Theaterstück am Schauspiel zu protestieren, das sich mit dem Amoklauf auf dem Weihnachtsmarkt 2024 befassen will. Dabei präsentierte ein Teil der Demonstrierenden ein Banner mit der Aufschritt «Remigration rettet Menschenleben»; die Theaterleitung geht davon aus, dass verschiedene rechtsextreme Gruppen daran ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Januar 2026
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Redaktion
AMSTERDAM, EYE FILMMUSEUM
bis 8.2., Tilda Swinton: Ongoing
Die Retrospektive der schottischen Künstlerin versammelt Kollaborationen mit zahlreichen Filmemacher:innen und Künstler:innen, darunter Derek Jarman, Pedro Almodóvar, Jim Jarmusch und Apichatpong Weerasethakul. Neben Filmausschnitten sind Installationen, Modepräsentationen und Fotoserien zu sehen.
BERLIN,...
Vergangene Saison, nach der Premiere von Milan Peschels fein gewobenem «Ich werde dich lieben», wurde bekannt, dass große Teile des Schweriner Ensembles ebenso wie Schauspieldirektorin Nina Steinhilber nicht verlängert würden. Es ging das (auch von Peschels Inszenierung befeuerte) Gerücht um, man wolle am Haus kommerzieller werden, stärker in Richtung Musical...
Ziemlich stürmisch verlief der Übergang von der vorigen auf die laufende Spielzeit auf den Bühnen in Kassel: Schauspiel-Chefin Patricia Nickel-Dönicke habe sich – so sah es jedenfalls der Rest der Theaterleitung – deutlich zu intensiv vorbereitet auf neue Direktions-Aufgaben am Landestheater St. Pölten. Weil sie sich angeblich deshalb nur noch wenig bis gar nicht...
