Einer von ihnen

Selen Kara, Torsten Kindermann, Akın Emanuel Sipal «Istanbul» am Schauspiel Essen

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Eine solche Stimmung erlebt man selten im Theater. Kaum erklingen auf der Bühne die ersten Töne eines türkischen Liedes, klatscht das Publikum begeistert mit, singt, pfeift und filmt mit dem Handy. Istanbul, «ein musikalischer Abend» von Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Sipal am Schauspiel Essen, schafft es, auch die Menschen zu erreichen, deren Lebensgewohnheit nicht unbedingt darin besteht, ins (deutsche) Stadttheater zu gehen. Wohl auch, weil 15 Songs der in der Türkei generationsübergreifend verehrten Pop-Ikone Sezen Aksu in die Handlung verwoben sind.

Bereits 2015 hat das dreiköpfige Team den Abend am Theater Bremen entwickelt, seitdem läuft er an verschiedenen Theatern teilweise über Jahre, wobei im Wesentlichen nur die Besetzung zu wechseln scheint – was an das Format von Musicals erinnert.

Auch die Neuinszenierung am Theater Essen, für die einige Szenen bearbeitet wurden, verheißt bereits bei der Premiere Kultstatus und könnte zum Dauerbrenner der nächsten Jahre werden. Viele der Zuschauer:innen sitzen wie bei einer Familienfeier an langen Tischen vor und sogar auch auf der von Thomas Rupert gestalteten Bühne. Natürlich werden sie kräftig ins Spiel ...

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Theater heute März 2025
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Natalie Bloch

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