Ein ständiges Lächeln
Jonathan Fischer, ein Mann in reifen Jahren, gespielt von Karl Kranzkowski, taucht eines heiteren Morgens in einem Gästehaus auf Sardinien auf. Er will seine Tochter kennenlernen, die er noch nie gesehen hat. Erstmal verliebt er sich aber in Annabella Silberstein (Hannelore Elsner), die beste Freundin von deren Mutter. Im Verlauf zweier sonnendurchfluteter Stunden gibt es in «Rauchzeichen», dem neuen Film von Rudolf Thome, einen dramatischen Höhepunkt, der aber bald wieder in das klassische Maß eingebettet wird, mit dem hier die bürgerliche Lebenszeit gemessen wird.
Ein Teich wird angelegt, das Meer wird gezähmt, der Tod hat keinen Stachel, solange die Olivenbäume wachsen.
Rudolf Thome, Jahrgang 1939, ist seit bald vierzig Jahren der vielleicht produktivste Filmemacher in Deutschland – und ein chronischer Geheimtipp auch unter Theaterfreunden. Er hat nicht nur mit Schauspielern wie Herbert Fritsch, Hanns Zischler und Bruno Ganz zusammengearbeitet, sondern gilt auch einer jüngeren Generation von Theatermachern als Kultregisseur. Inspiriert von seinem Uschi-Obermeier-Film «Rote Sonne», mit dem er 1969 dem Zeitgeist der (sexuellen) Revolution ganz nah kam, hat beispielsweise die ...
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Angefangen hat alles zu jener Zeit, da Schweizer Mädchen klassischerweise Au-Pairs werden und Jungs in die Rekrutenschule gehen und allgemein der erste Ernst des Lebens geprobt wird. Oder dessen Leichtigkeit. Nach dem Abitur entschloss sich Reto Finger nämlich, gemeinsam mit einem Heidelberger Freund Theater zu machen. Und zwar alles. Er schrieb, spielte – und...
Die Direktion Herbert Föttingers in der Josefstadt beginnt wenig überraschend: Der Vorhang geht auf. Die Art und Weise aber, wie der Eiserne an diesem Abend geöffnet wird, hat durchaus symbolischen Charakter: Die Schauspieler selbst sind es, die den schweren Stoff mühevoll nach oben stemmen, und wenn er dann endlich in lichte Höhen entschwindet, bestaunen sie...
Am Anfang war die Idee. Keine besonders gute, wie sich im Nachhinein herausstellte. Aber das konnte das Team um den neuen Basler Schauspieldirektor Elias Perrig ja kaum ahnen. Es ging darum, die Saison im Jahr eins nach dem Abschied von Lars-Ole Walburgs – und zuvor Stefan Bachmanns – ruhmreichem Ensemble zu planen. Nichts kniffliger als das. Schließlich hatte sich...
