«Ein bisschen die Heimat unterstützen»

Das Lausitz Festival zeigt Lukas Rietzschels «Widerstand» in Guben. Das Festival ist nicht unumstritten

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Steht man vor dem Friedensgrenze e.V., fühlt man sich sofort in die Zeit vor 1989 versetzt. Das ehemalige Kulturhaus und Kino in Guben, direkt an der Oder, trägt stolz seine Patina des Umbruchs. Im Inneren befindet sich noch die alte Kinokasse, im Foyer verkauft der örtliche Trägerverein, der sich seit einigen Jahren um das Gebäude und seine kulturelle Bespielung kümmert, Getränke. Angepriesen wird etwa eine Lesung von Putinversteherin Gabriele Krone-Schmalz, an der Kasse begrüßt ein mittelalter Mann mit blauem Friedenstauben-T-Shirt die Besucher an diesem Sonntagnachmittag.

Draußen verkündet ein Plakat in großen Lettern «Widerstand».

Das ist aber in diesem Fall keine politische Handlungsaufforderung, sondern schlicht der Titel des Stücks von Lukas Rietzschel. Die Aufführung findet im leergeräumten Kinosaal seine perfekte Kulisse. Bühnenbildnerin Anne Hölzin -ger muss mit den drei kleinen Bühnenräumen im Saal nur geringfügig präzisieren. Regie führt Wolfram Scheller, es spielt die freie Theatergruppe theater.land aus Potsdam.

Die Inszenierung ist Teil des Lausitz Festivals unter der künstlerischen Leitung von Daniel Kühnel, das die seit 2020 am zweitwenigsten besiedelte Region ...

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Theater heute November 2024
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Torben Ibs

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