Düsseldorf: Film und Theater

Chuk Palahniuk «Fight Club», Ingmar Bergman «Fanny und Alexander»

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Filme auf dem Theater haben den Vorteil der geschlossenen Erzählung, die das Publikum schätzt, die das Theater, das sich um avancierte Zeitgenossenschaft bemüht, aber hinter sich gelassen hat. Filme auf dem Theater haben den Vorteil, dass das Theater an einem theaterfremden Stoff alle seine vielfältigen Mittel der ästhetischen Brechung linearer Narrativität einsetzen kann. Filme auf dem Theater sind theatrale Leistungsshows, sie können zeigen, was der Film alles nicht kann. Aber sie sind auch ein heimliches Eingeständnis der Inferiorität des Mediums Theater.

Filme auf dem Theater nutzen die Popularität des Kinos zur Zweitverwertung. Es bleibt immer ein Geruch von Second-Hand-Ware.

Zwei leicht unterschiedliche Strategien kann man in Düsseldorf sehen: offensive und defen­sive Theatralisierung von Filmstoffen. Roger Vontobels Inszenierung einer Bühnenfassung von Chuk Palahniuks Roman «Fight Club» bzw. dessen Verfilmung von David Fincher (1999) stellt heraus: Dies ist Theater. «Ich bin nicht Brad Pitt», ist der erste Satz des Abends. Die Bühne in der Ausweichspielstätte Central ist ein Quadrat, umgeben von einem Karree aus Zuschauertribünen wie bei einem Boxring (Bühne: Fabian ...

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Theater heute Juli 2019
Rubrik: Chronik, Seite 61
von Gerhard Preußer

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