Die Zukunft des Wassers

Calle Fuhr, nach einer Recherche von Correctiv «Das Kraftwerk – ein Theaterabend über Kohle, Wasser und die Ewigkeit» (UA) am Staatstheater Cottbus

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Grunzende Gestalten in blau-grünen Vollplastik -anzügen wanken über die im Nebel wabernde Bühne, untermalt von mystischen Klangwelten (Tom Gatzka). Dieser Start der Menschheitsgeschichte im Zeitraffer erstaunt, denn angekündigt war eine Art Dokumentartheater in der Kammerbühne des Staatsschauspiel Cottbus. Doch der Einstieg wirkt eher wie ein Endzeitspiel. Einer misst mit Zollstock den Wasserstand in einem Becken auf dieser Bühne voll grüner Felsbrocken, über denen ein vierarmiger beleuchteter Rotor kreist (Bühne und Licht Mara-Madeleine Pierer). Die Zollstockfigur wirkt zufrieden.

Immerhin das Wasser haben sie gefunden.

«Das Kraftwerk – ein Theaterabend über Kohle, Wasser und die Ewigkeit» dockt unmittelbar an die Gegenwart außerhalb des Theaters an, das vom Lausitzer Braunkohlerevier umgeben ist. Das Stück von Calle Fuhr, Mitglied der künstlerischen Leitung am Volkstheater Wien, basiert auf Recherchen des Journalist:innenkollektivs Correctiv. Fuhr verzichtet auf Vortragsgeplänkel oder gar Expert:innen des Alltags, sondern entscheidet sich für die klassische Geschichte. Darin stößt eine junge Journalistin auf das Privatarchiv ihres verstorbenen Großvaters über die Lausitzer ...

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Theater heute Januar 2024
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Torben Ibs

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