Die wahren Brexit-Dramen
Während im neuen Jahr London seine Premieren im gewohnten Rhythmus ausspuckt, wird kein britischer Theatermensch bestreiten, dass das absurdeste Stück zur Zeit in Westminster spielt. Man sieht perplex auf die Parlament-Politfarce – die Londoner, die ja als Insel auf der Insel klar für «Remain» gestimmt hatten, vielleicht mit besonderer Galle. Und da Mrs.
May die postkolonialen Brexitfantasien ihrer Eton-Bully-Boys deutlich mehr interessieren als Massendemonstrationen für ein zweites Referendum oder parlamentarische Mehrheitsentscheidungen gegen ihren Deal, weiß jeder, dass auch eine künstlerische Stellungnahme Nullkommanichts bringen würde.
Zu Jahresanfang lief auf Channel Four ein interessantes Dokudrama des Theaterautors James Graham, «Brexit: The Uncivil War», das rekonstruiert, wie die «Vote Leave»-Kampagne mithilfe der Medien, sozialen Medien und vor allem Cambridge Analytica das Referendum für sich entschied. In der britischen Theaterlandschaft gibt es eine so direkte Auseinandersetzung mit dem Thema aktuell nicht, kein Brexit-Agitprop weit und breit. Dafür schauen gerade eine Menge Londoner Bühnen in die Vergangenheit, um die Gegenwart ein wenig besser in die Griff zu ...
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Theater heute März 2019
Rubrik: International, Seite 32
von Patricia Benecke
Du stehst auf einer Holzplanke, 80 Stockwerke über der Erde. Wacklige Knie, feuchte Hände. Du hast die Wahl. Gehen oder Erstarren? Richies Planke ist das einzige Erlebnis, das es Dir erlaubt, Objekte aus der wirklichen Welt in der virtuellen Welt zu klonen, und damit die Immersion zu steigern». So wirbt das australische Spielentwickler-Team «Toast» für sein...
Seit 35 Jahren bin ich Schauspieler: Ich habe mit jeder Form von Gastspielen, Theatern auf Reisen und Tourneen Bekanntschaft gemacht und kann sagen, dass ich meinen Beruf als reisender Schauspieler immer noch gern ausübe. In den letzten vier Jahren bin ich mit verschiedenen Tournee-Unternehmen gleichzeitig mit fünf verschiedenen Stücken unterwegs gewesen: eine...
Hier gibt es nichts, was es nicht gibt», sagt Christian Kreppel und schaut von der Empore hinab in den Saal der Bielefelder Stadthalle. Eine kleine Budenstadt ist dort zu sehen mit knapp 200 Ausstellern. Die haben über 170 Stände belegt, und durch die Gassen wuseln jetzt an diesem Nachmittag die Interessenten und Kunden, die Aussteller und Anbieter. Man sieht...
