Die ungleichen Brüder

Ein deutsch-deutsches Märchen von der SOLIdarität und anderen Pakten

Theater heute - Logo

 Es waren einmal zwei Brüder, die lebten vor langer, langer Zeit und in einer Gegend weit, weit weg von hier. Beide besaßen gemeinsam ein Grundstück mit Garten, darauf nahezu identische Eigenheime, die der ganze Stolz ihrer Bewohner waren. Durch Umstände, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann, wurde das Grundstück durch einen undurchdringlichen Zaun geteilt, und die Brüder wurden zu Nachbarn. Das Schicksal wollte es nun aber eines Tages, dass der eine Bruder ins Unglück geriet.

Sein Haus verfiel zusehends, das Grundstück verwilderte, und so sehr er sich auch abmühte, so kam er doch auf keinen grünen Zweig. Dem anderen dagegen war das Glück innig zugetan. Sein Reichtum mehrte sich, und obwohl er auch nicht tüchtiger war als sein Bruder, zierten bald glitzernde Autos und schicke neue Möbel das Anwesen, das immer auf dem neuesten technischen Stand gehalten wurde. Das blieb dem armen Bruder nicht lang verborgen, aber er sagte sich: «Was brauche ich Reichtum und Geld, mir genügen ein einfaches Mahl und ein glückliches Leben ohne materiellen Besitz.» So fügte er sich in sein Schicksal, und es wäre mit ihm wohl so weitergegangen, wenn nicht eines Tages seine Schulden so hoch ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Mai 2012
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Christian von Treskow

Weitere Beiträge
Impressum

Die Theaterzeitschrift
im 53. Jahrgang
Gegründet von
Erhard Friedrich und Henning Rischbieter

Herausgeber
Friedrich Berlin Verlag

Redaktion
Eva Behrendt
Barbara Burckhardt
Franz Wille (V.i.S.d.P.)

Mitarbeit
Marion Schamuthe

Gestaltung
Christian Henjes

Designkonzept
Ludwig Wendt Art Direction

Redaktionsanschrift
Knesebeckstr. 59–61, 10719 Berlin,
Telefon 030/25 44 95 10, Fax...

TV-Tipps im Mai

Aufführungen

In Friedenszeiten entwickelt sich das Kasino am Schwarzenbergplatz, seiner Historie durchaus gemäß, zum Geschichts-, Kriegs- und Gewaltforschungsschauplatz der Wiener Burg. Der Flame Jan Lauwers inszeniert dort Albert Camus’ «Caligula», und Intendant Matthias Hartmann fügt seinen «Krieg und Frieden»-Studien «Das trojanische Pferd» in einer Fassung von...

Premieren im Mai. On Tour

Aachen, Grenzlandtheater
24. Slade, Mörderische Phantasien
R. Frank Voß

Aachen, Theater
18. Zeh, Spieltrieb
R. Anne Lenk

Aalen, Theater der Stadt
5. nach Beaumont, Die Schöne und das Biest
R. Marguerite Windblut
12. Shakespeare, Othello
R. Katharina Kreuzhage
22. nach Lestrade/Docampo,
Die große Wörterfabrik
R. Aline Bosselmann
Annaberg, Eduard-
von-Winterstein-Theater
6....