Die Sprungkraft des Toasters
Inzwischen hat auch Kaiser Franz bemerkt, dass etwas nicht stimmt. «Beim Fußball halten zu viele die Hand auf», hat Beckenbauer messerscharf erkannt. Alle seien verwickelt. Manager, Trainer, Präsidenten, Politiker: «Man sollte über die Grenze des Geldverdienens reden.» Er muss es ja wissen. Franz Beckenbauer verkörpert schließlich den deutschen Fußball in seiner ganzen Größe. Der Multifunktionär, Werbeträger und Boulevardheld weiß, wie der Ball rollt.
Keiner konnte seine Mitspieler im Vorbeilaufen so elegant foulen wie er («auf amoi war er weg»), keiner hatte so eine geniale Spielübersicht. Der alte Doppelpass-Kumpel Gerd Müller hat jüngst in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» die überlegene taktische Finesse der Exweltmeister offen gelegt: «Wenn mi der Franz fest angspuit hat, hab ich gwusst, i muass was mit dem Ball macha.» Und jetzt also die Sache mit dem vielen Geld: «Nach der Weltmeisterschaft sollte man dieses Thema einmal generell angehen.»
Damit rückt der Franz Elfriede Jelinek ganz nah, die schon seit längerem sportkritisch engagiert ist, allerdings weniger ökonomisch, mehr im Grundsätzlichen. Sport, so schreibt die Jelinek, ist die «Organisation menschlicher ...
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