Die singenden Seen
Eines Tages begann mitten im Lande ein kleiner Tümpel zu singen. Alle Menschen in seiner Umgebung wurden von seinen wohltuend alles lähmenden, einhüllenden Klängen angelockt, versammelten sich um ihn herum und starrten ins singende Wasser hinein, sie wurden von den Tönen, die aus dem Teich sich erhoben, gefangengehalten. Vom Wind wurde die Musik des Tümpels weitergetragen zu den größeren Seen im Lande, worauf sich auch dort alle Menschen um die Seen an deren Ufern herumversammelten, sie starrten hinein in die flüssige Musik, die von den vielen Wasseroberflächen sich erhob.
Auch an den Ufern der Flüsse waren diese Akkorde zu hören, auf den Flußinseln hatten die Menschen fröhlich bunte Zelte aufgeschlagen, um sich hinfort ausschließlich dieser Musik und der Hingabe an sie widmen zu können, denn auch ein jeder vor dieser Zeit noch so begehrenswerte anderweitige Lebensinhalt war auf einmal ganz unwichtig und im Vergleich zur Hingabe an diese Musik, die jetzt schon bald alles beherrscht und unterworfen hatte, immer lächerlicher geworden.
Auf den Flüssen erreicht der Gesang die Meere.
Jetzt haben sich alle Menschen an den Ufern aller Gewässer niedergelassen an den Rändern der ...
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