Die Schaumstoffgeborenen
Es war einmal eine alte Schaumstoff-Matratze. Die hatte viele Jahre in einer Berliner Wohnung gelegen – Menschen hatten auf ihr geschlafen, ihre Träume und Krankheiten auf sie gebettet, geschwitzt, Liebe gemacht und manchmal vielleicht auch einige Tränen vergossen. Als sie nun alt geworden war, und an einer Straßenecke im Prenzlauer Berg auf ihre Entsorgung wartete, kam ein junger Mann vorbei, der mit seinem Bruder und einigen Freunden gerade eine Bande gegründet hatte – auf dem «Helmi», wie der zentrale Platz im Helmholtzkiez auch heute noch genannt wird.
Diese Bande begeisterte kleine und große Menschen gleichermaßen durch ihre stets völlig überraschende und ziemlich freche Art, Theater mit Puppen, Objekten und Musikinstrumenten zu machen. Die beiden Brüder – Florian und Felix Loycke – nahmen sich der alten, ausrangierten Matratze an, entkernten sie und brachten den Schaumstoff mit einigem Draht und Stoffresten in eine figürliche Form, die entfernt an Picassos frühe kubistische Experimente erinnerte: Eigentlich passt nichts zusammen – aber das Unfertige hat System und fügt sich zu etwas unverwechselbar Eigenartigem, Poetischen. Die Geburt von «Hänsel und Gretel» aus dem Geist des ...
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Theater heute Mai 2024
Rubrik: Akteure, Seite 42
von Anja Quickert
Schon sehr bald nach seinem kopfschmerzgeplagten Aufwachen hat Lenglumé ein Problem: Er kann sich nicht mehr an den vorherigen Abend erinnern. Und schon gar nicht an den anderen Mann, der da in seinem Bett liegt. Dieser Monsieur Mistingue kann ebenfalls nicht bei der Aufklärung helfen: Auch er hat einen gedächtnislöschenden Brummschädel. Aber wo hat Lenglumé dann...
On Tour
BASEL, KASERNE
7.–8., Yasmine Hugonnet / Cie Arts Mouvementés. Les Porte-Voix – Cabaret Ventriloque
15., 27., Patricija Bronic, Klapa (AT)
16.–17., Marc Brew und Sidi Larbi Cherkaoui, An Accident / A Life 29.–31., Tabea Martin, Love Scenes
BERLIN, BALLHAUS OST
18.–19., Rodrigo Zorzanelli, Multiple Memberships
24.–26., Tentacular Figurings, Meet your...
Fünf schwarze, abhottende Zottelberge, mehr mystische Monster als menschenartige Wesen – zumindest solange sie nicht die Zottelkapuze abgezogen haben und Köpfe sichtbar werden: mit futuristisch ondulierten blonden Kurzhaarfri -suren, die Gesichter in unterschiedlichen Farben. Mal raven sie zu Technobeats, die dreifingrigen Fäustlinge zur Decke gestreckt, mal...
