Die Schaumstoffgeborenen

Der Performer, Puppenspieler und Musiker Florian Loycke ist der unverwüstliche Motor einer Bande, die ihre Utopie von Theater lebt

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Es war einmal eine alte Schaumstoff-Matratze. Die hatte viele Jahre in einer Berliner Wohnung gelegen – Menschen hatten auf ihr geschlafen, ihre Träume und Krankheiten auf sie gebettet, geschwitzt, Liebe gemacht und manchmal vielleicht auch einige Tränen vergossen. Als sie nun alt geworden war, und an einer Straßenecke im Prenzlauer Berg auf ihre Entsorgung wartete, kam ein junger Mann vorbei, der mit seinem Bruder und einigen Freunden gerade eine Bande gegründet hatte – auf dem «Helmi», wie der zentrale Platz im Helmholtzkiez auch heute noch genannt wird.

Diese Bande begeisterte kleine und große Menschen gleichermaßen durch ihre stets völlig überraschende und ziemlich freche Art, Theater mit Puppen, Objekten und Musikinstrumenten zu machen. Die beiden Brüder – Florian und Felix Loycke – nahmen sich der alten, ausrangierten Matratze an, entkernten sie und brachten den Schaumstoff mit einigem Draht und Stoffresten in eine figürliche Form, die entfernt an Picassos frühe kubistische Experimente erinnerte: Eigentlich passt nichts zusammen – aber das Unfertige hat System und fügt sich zu etwas unverwechselbar Eigenartigem, Poetischen. Die Geburt von «Hänsel und Gretel» aus dem Geist des ...

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Theater heute Mai 2024
Rubrik: Akteure, Seite 42
von Anja Quickert

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16.–17., Marc Brew und Sidi Larbi Cherkaoui, An Accident / A Life 29.–31., Tabea Martin, Love Scenes

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