Die Not am Ein- und Ausgang

«Emergency Entrance» zeigt fünf internationale Koproduktionen von Stadt­theatern am Schauspiel Graz

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Nach Europa, heißt es für die einen, in dessen besseren, reichen Teil für die anderen. Flucht, Migration, Asyl und legale Einwanderung sind Begriffe, mit denen Politik gemacht wird. Insbesondere seit die EU-Regel gilt, dass der Staat, der zuerst betreten wird, sich um den Notzugang von außen zu kümmern hat. Griechenland, Italien und Spanien sind damit nicht nur mehr gefordert, sondern zunehmend auch überfordert. Doch auf den Mittelmeerraum lässt sich das Problem nicht begrenzen.

In der Steiermark gibt es bei 1,3 Mio. Einwohnern gerade einmal 2.

400 Asylbewerber aus Staaten, in denen Menschen verfolgt werden. Die Arbeitsmigration innerhalb der EU zu regeln, dürfte indes die größere Aufgabe sein. In Deutschland, wo die Anerkennungsquote für Asylbewerber bei 2 Prozent liegt, hält die Politik auch die unlängst noch als unkalkulierbar geltende Arbeitsmigra­tion inzwischen für ein beruhigtes Feld. Das Problem liegt vielmehr darin, dass alle diese Phänomene in der öffentlichen Wahrnehmung mitein­ander vermischt und schnell auf den dramatischsten Punkt gebracht werden: die Fluchtwelle aus Afrika und kriminelle Milieus um legale Einwanderung, die dann selbstverständlich Zwangsprostitution ...

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Theater heute März 2012
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Thomas Irmer

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