Die Mitbürger

© Suhrkamp Verlag AG, Berlin, 2023

Theater heute - Logo

ich halte es für die pflicht eines rechtschaffenen bürgers, das heil des staates dem beifall der zuhörer vorzuziehen.
Demosthenes

wenn nicht mit rap – dann mit der pumpgun.
K.I.Z.

bürger potsdams, wacht auf! wir gehen einen guten weg.
Martin Kwaschik, 4. November 1989 Luisenplatz / Platz der Nationen

natürlich hab ich keine hoffnung. ich bin ja nicht bescheuert.


Sibylle Berg

wir wollen sein ein einig volk von brüdern, in keiner not uns waschen und gefahr!
tick, trick & track - dr. erika fuchs

die wahrheit ist, dass ich niemals herr meiner handlungen war, sondern immer nur auf gelegenheiten reagiert habe.
Napoleon

 

vorbemerkung zu den figuren

die bürgerinitiative «die mitbürger» ist ein zusammenschluss unterschiedlichster menschen. sie haben jeweils eigene beweggründe, teil der initiative zu sein. unterscheiden sich in ihrem blick auf die welt teilweise massiv (das wissen sie zu beginn des abends aber noch nicht), haben aber alle das gefühl, dieselben anliegen zu haben: «freiheit» «gleichheit« «wohlstand für alle« «familie« «eine ‹gesunde› welt für kinder und kindeskinder« «werte wahren und auf ihrer grundlage die zukunft gestalten« «...« «die mitbürger» sind habituell (also nicht ...

ANNALENA und KONSTANTIN KÜSPERT entwickeln, recherchieren und schreiben seit ihrem ersten, bis heute vielfach nachgespielten Stück «Der Reichsbürger» (2018) gemeinsam Theaterstücke. «Die Mitbürger» ist ihr fünftes gemeinsames Stück. Annalena Küspert studierte deutsche und englische Literaturwissenschaft, arbeitete nach ihrem Examen als Dramaturgin am Jungen Nationaltheater Mannheim und seit 2017 als Autorin insbesondere fürs Kinder- und Jugendtheater. Konstantin Küspert studierte nach dem Studium der Germanistik, Politik und Philosophie Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Als Schauspieldramaturg am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Schauspiel Frankfurt hat er u.a. gemeinsam mit dem Regisseur Jan-Christoph Gockel Stücke zu gesellschaftspolitischen Themen wie NSU und moderner Sklaverei entwickelt.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Juni 2023
Rubrik: Das Stück, Seite 100
von Annalena Küspert, Konstantin Küspert

Weitere Beiträge
Das Recht des Schwächeren

Verhörraum oder Orakel? – An beides denkt man bei der seltsamen achteckigen Zelle, die Theresa Scheitzenhammer für Ayse Güvendirens jüngste Regiearbeit in den Werkraum gestellt hat, mit einem Boden aus Luftschachtgitter und vier Wandteilen, die auch als Projektionsfläche dienen, darüber ein Fries mit rot leuchtender Handschrift, die mal «sagen sie» und mal «sag...

Das Finale geht weiter

Das ist doch mal konsequent: Sie habe «keine Lust mehr gehabt auf das eitle Kulturgedöns in der Hauptstadt», gibt die ehemalige Museumskuratorin Theta zu Protokoll. Und im Gegensatz zu vielen anderen Unlustbekennerinnen und -bekennern, die das «Gedöns» dann trotzdem noch jahrzehntelang weiter reproduzieren, hat Theta tatsächlich den Ausstieg vollzogen. Sie ist ins...

«Der Rest ist echt»

In Karin Beiers Inszenierung von Elfriede Jelineks großer Abrechnung mit der Pandemie – oder vielmehr: mit uns Menschen, uns als Gesellschaft in der Pandemie –, in «Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!» also gibt es einen Moment, in dem die Schauspielerin Julia Wieninger aus allen Rollen zu fallen scheint. Bis zu diesem Punkt sah sie wie ihre fabelhaften Kolleginnen...