Die Leute aus der letzten Bank

Ein Gespräch mit Shermin Langhoff und Jens Hillje über das erste Jahr am Berliner Gorki Theater – das Theater des Jahres!

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TH Wir sitzen hier am Ende einer erfolgreichen Spielzeit, Ihrer ersten am Gorki Theater. Ihr Vorgänger Armin Petras hatte hier ein allseits geschätztes, sehr interessantes Theater gemacht, dass Sie sehr kurzfristig übernommen und gründlich umgekrempelt haben. Stadttheater sind ja eigentlich recht beharrliche Betriebe – wie geht das?
Shermin Langhoff Bei mir vor allem, weil das Wissen nicht vorhanden war, dass es schwierig werden könnte.

Jens Hillje Shermin war in der Situation, in der ich war, als ich dachte: Schaubühne zu machen ist doch toll ...

TH ...

das liegt aber schon ein Weilchen zurück.
Hillje Ja. Hätte man geahnt, was auf einen zukommt, hätte man sich das vielleicht zweimal überlegt.

Langhoff Ich übertreibe vielleicht ein bisschen. So ganz fremd waren mir die Strukturen natürlich nicht. Wir haben hier ein Haus vorgefunden mit 160 Mitarbeitern, einer Crew, die auch schon vor uns sehr gut funktioniert hat. Das hängt sicher mit der Größe zusammen: Alle kennen sich, begegnen sich, reden miteinander. Das ist kein anonymer Betrieb. Hier herrscht ziemlich viel Vertrauen, und die vielen langjährigen Mitarbeiter waren gute Leute. Das war erst einmal eine Basis.

Hillje Das war ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Theater des Jahres, Seite 40
von

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