Balz Schweizer wird zum Störfaktor

Dani Levy «Schweizer Schönheit»

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Die Schweiz ist ein friedliebendes Land, und Revolten, geschweige denn Revolutionen, sind hier, zumindest in der neueren Geschichte, doch relativ selten. Wenn sie irgendwann aber doch entstehen – wie beispielsweise im Zuge der Jugendunruhen 1968 und in den 80er Jahren –, geschieht dies allerdings mit einer nahezu erschreckenden Vehemenz, die so gar nicht zu diesem harmoniebedürftigen und wohlstandsverwöhnten Land zu passen scheint.

Auch zum (Selbst-)Bild des Schweizers gehören große Umbrüche oder Revolten eher nicht, dazu geht es ihm viel zu gut in seinem kleinen Land.

Gesellschaftliche und politische Ausein­andersetzungen beschränken sich im Großen und Ganzen auf politische Diskussionen, die von einem föderalistischen System geprägt sind, das alle großen Parteien an der Regierung teilhaben lässt. Konsens heißt die Devise, Kompromisse finden, wenig Opposition.

Umso heftiger fallen allerdings die Resultate der regelmäßigen Volksabstimmungen aus. Sei es das Minarettverbot, die Diskussion um zu hohe Managergehälter oder zuletzt die Initiative über die sogenannte Masseneinwanderung (die mit fatalen Folgen angenommen wurde) – das Abstimmungsvotum wird zum Ventil für angestaute ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 185
von Andrea Schwieter

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