Die innere Uhr
Franz WilleHerr Baumbauer, wieso wollen Sie die Münchner Kammerspiele nur noch bis 2009 leiten, das ist doch das schönste Theater, das es gibt?
Frank BaumbauerErstens habe ich große Lust, das Theater noch die nächsten zwei Jahre zu leiten. Zweitens versuche ich, mir immer selbst die Grenzen zu setzen – wie schon in Basel und Hamburg – aus dem Wissen um die für mich gesunde Dauer einer Intendanz. Damit will ich weder die Kollegen kritisieren, die es kürzer machen, noch die, welche es wesentlich länger machen. Das beziehe ich nur auf mich.
FWWonach entscheidet sich denn Ihre eigene innere Uhr?
BaumbauerIch setze mich auf eine Aufgabe an, die man relativ genau umreißen kann, und verfolge sie dann mit hoher Konsequenz. Ich versuche die Energie so einzuteilen, bis das Theater auf dem Kurs ist, in die Flinkheit gebracht ist, dass sich das Unternehmen nach der Kunst richtet und nicht andersherum, dass man für Inhalte steht, die man versucht, in der Stadt beim Publikum durchzusetzen. Das hat hier in München elend lange gedauert, doppelt so lange wie in Hamburg, deshalb war die erste Verlängerung meines Vertrags für mich auch keine Frage. Aber jetzt spurt es sich ein, jetzt hat es mit dem ...
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Nichts Privates auf der Bühne», kreischt Rabbit. «Wir sind hier, um zu unterhalten. Kunst kann eine Menge von Bono lernen!» «Wer ist Bono?», antwortet der Wolkenhirte: «Ein Künstler? Auch eine Skulptur? Oder ein Museum – MOMA, MOCA, BONA, BONO?» «You have nothing understand. Idioten», kauderwelscht Ohne Titel (Granit) im Seufzerton. Da wendet sich Four Cubes ab...
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Dies ist das Protokoll eines übergroßen Unverständnisses, ja eines Nicht- oder vielleicht gar Missverständnisses. Eines lupenreinen Nicht-Verstehen-Könnens, was an einer bestimmten Produktion namens «Alkestis», verfasst von Euripides, inszeniert von Emma Dante, gut sein soll. Wo, außer im rein Dekorativ-Possierlich-Possenreißerischen, sich denn da ein Sinn...
