Die Gestrandeten der Geschichte

Der Frankfurter Mousonturm lädt zu Dieudonné Niangouna, Simone Dede Ayivi und Monster Truck beim «Afropean Mimicry and Mockery»-Festival

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Es schwimmt eine Barke in Richtung Europa. Auf ihr: ein Berg Leichen und ein Überlebender mit dem sonderbaren Namen Erdonidus Amandéü (Mathieu Montanier). Ein halbnackter, hagerer Mann im langen Hosenrock, ein Verlorener zwischen den Welten. Er ist auf der Flucht. Und er hat Schiffbruch erlitten. Wie Tausende andere vor ihm –beispielsweise das französische Kolonialschiff «Méduse», das Anfang des 19. Jahrhunderts vor dem Senegal auf Grund lief. Seine Besatzung rettete sich auf ein viel zu kleines Floß, trieb auf dem Meer und verspeiste sich gegenseitig.

Der Rest ist Kunstgeschichte: 1818/19 malte Théodore Géricault das berühmte Gemälde «Floß der Medusa».

Große Wanderbewegungen

Der kongolesische Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna, ein hochbegabter Tausendsassa, der zwischen Brazzaville und Paris pendelt, und der sein Theater einst erfand, um der Waffengewalt des Bürgerkriegs im Kongo etwas entgegenzusetzen, erzählt in seinem neuen Stück «Nkenguégi» Migrationsgeschichten. Beim Festival «Afropean Mimicry and Mockery» am Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm zeigte er es – nach seiner Uraufführung in Lausanne – erstmals in Deutschland. Mit beiläufiger Virtuosität, ...

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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Magazin, Seite 58
von Esther Boldt

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Neue Stücke · Aufführungen

Neue Stücke

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Träumt weiter?

Manchmal passt es besser, als man planen konnte. Natürlich wurde am Deutschen Theater Tennessee Williams’ «Die Glasmenagerie» auf den Spielplan gesetzt, bevor irgend jemand sich auch nur im Entferntesten vorzustellen vermochte, dass in den USA fünf Wochen vor der Premiere tatsächlich ein durchgeknallter Milliardär zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt...