Die fünf Sinne

Philipp Löhle «Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev ...»

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Als das Stück sich dieses Frühjahr den Autorenpreis mit Nino Haratischwilis «Liv Stein» teilte, ging das absolut in Ordnung. Beide Texte ragten aus dem Angebot des Heidelberger Stückemarktes heraus. Im Theater Heidelberg folgt auf den Preis der Praxistest in Form der Uraufführung. «Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev ...» steht in einer Reihe von Löhle-Stücken, in denen er sich geradezu altersweise mit dem Jahr ’68 und den Folgen auseinandersetzt.

Anders aber als sein Fundamentalverweigerer Gospodin, der den Kapitalismus aussitzen will, leidet Lilly Link an der Unveränderbarkeit der äußeren und am steten Wandel der inneren Verhältnisse.

Nichts ist mehr wie früher. Lilly aber bleibt sich treu und wirft ihren Freunden, mit denen sie dereinst unter dem Label «Die fünf Sinne» außerparlamentarische Aktionen zur Erhöhung der allgemeinen Sensibilität startete, heute ein erbittertes «Verräter» an den Kopf. Dabei haben die ehemaligen Geschmacksguerilleros nur genau hingehört, als der Deutschen liebster Turnschuhreisende den historischen Satz sprach, nur wer sich ändere, bleibe sich treu. Sie wollen schlicht Geld verdienen, allen voran Amoz, mit dem Lilly zu allem Unglück auch noch ...

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Theater heute Januar 2009
Rubrik: Chronik, Seite 50
von Jürgen Berger

Vergriffen
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