Der eigene Vorteil

Dirk Kurbjuweit «Die Ministerin» (U) am Stadttheater Rendsburg

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Es geht um Politik, Frauen und Macht. «Die Ministerin» heißt der Text, den Dirk Kurbjuweit verfasst hat. Nach Romanen, Sach- und Drehbüchern und natürlich etlichen Artikeln hat der noch amtsfrische Chefredakteur des «Spiegel» sein erstes Theaterstück vorgelegt. Als «bitterböses Lehrstück» wird es vom Schleswig-Holsteini -schen Landestheater angekündigt. Hier, an der Spielstätte Stadttheater Rendsburg, wurde es nun uraufgeführt. Mit einem Dutzend Spieler:innen, in der Regie von Moritz Nikolaus Koch. Der Regisseur, so kann man nachlesen, spielt in einer Punk-Band.

Mit Dennis Habermehl. Zum Glück. Denn Habermehl gibt in «Die Ministerin» nicht nur jenen Späti-Mann, den der böse Zweiklang aus Gentrifizierung und Mieterhöhung bedroht, sondern verantwortet auch mit seiner E-Gitarre die Bühnenmusik. Und damit alles Stimmungsvolle an diesem weitgehend vom Blatt gespielten Abend.

Schließlich machen Konferenzräume, Smart -phones und Drehstühle atmosphärisch nicht allzu viel her. Hier sind kalkulierte Macht- und Ränkespiele zuhause und gezielte Boshaftigkeiten. Darum geht es in Kurbjuweits Stück, genauer um zwei Politikerinnen, die um den Posten der Bundeskanzlerin konkurrieren. ...

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Theater heute Januar 2024
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Katrin Ullmann

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