Dem Ort politisch verpflichtet
Trillerpfeifen, Trommeln, experimentelle Live-Musik aus einer Art Synthesizer und laute Rufe gegen Nazis bestimmen den ersten Kunstfest-Samstag im August. Mittendrin sind Gintersdorfer/Klaßen, die von ihrem Pavillon auf dem Theaterplatz aus versuchen, die Protest-Äußerungen zu dirigieren und selbst mit einigen Tanz-Moves eingreifen in diese politische Massenperformance. Die ist allerdings nur unfreiwillig Teil des Kunstfestes, das hier unter der neuen Leitung von Rolf C. Hemke stattfindet, der vom Theater an der Ruhr nach Weimar gewechselt ist.
Außerdem hat sich eine obskure rechte Gruppe von etwa 20 Leuten auf dem Theaterplatz eingefunden, um irgendetwas gegen die Islamisierung des Abendlandes zu fordern. Das Verwaltungsgericht hat dem stattgegeben, es sei keine Beeinträchtigung des Kunstfestes zu erwarten. «Ziemlich übel» findet Hemke das, kann sich aber zugleich in seinem Programm bestätigt fühlen, denn gleich zu Beginn leuchtet er in einem zweitägigen Re-enactment den politischen Ort Weimar aus.
Das Erbe von Weimar
Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Nationalversammlung von Weimar lädt das Kunstfest zur Nachinszenierung des Fotos vom Ende der verfassungsgebenden ...
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Theater heute Oktober 2019
Rubrik: Festivals, Seite 26
von Torben Ibs
Eine Notaufnahme für fünf Stimmen und eine
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Liebe ist Krieg
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If patriarchal masculinity estranges men from their selfhood,
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