Dem Antisemitismus abgetrotzt
Das Buch beginnt mit einem Abstieg in die Unterbühne, das Reich der Eisenträger, Hubvorrichtungen und Stromschaltkreise. Dort findet sich noch heute, gleichsam im Zentrum des Betriebs, ummauert und verputzt, den Augen entzogen, das Antriebssystem jener mächtigen Drehbühne, die Max Reinhardt, bis heute prominentester Hausherr des Deutschen Theaters, 1905 einbauen ließ.
Die vormals trägen und betulich wirkenden Szenenwechsel des Biedermeier wurden in einen fließenden Ablauf gebracht, immer neue Bilder konnten, wie im Film, aber in Farbe aus dem Dunkel der Hinterbühne vor den Augen des Publikums erscheinen. Der technische Apparat war auf der Höhe der Zeit, mehr noch: Er bestimmte Rhythmus und Geschwindigkeit, wurde zum Taktgeber der Geschichte.
Esther Slevogt beschreibt das Deutsche Theater mitreißend als einen Dreh- und Angelpunkt deutscher Geschichte: Ein Jahrhunderttheater zwischen Kaiserreich und Berliner Republik, bürgerliches Künstlertheater unter den Sozie -tären um Adolphe l’Arronge, Schauplatz eines neuen sozialen Realismus unter der Intendanz Otto Brahms, meist beachtetes Privattheater Europas vor und nach dem Ersten Weltkrieg unter der Intendanz von Max Reinhardt, ...
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Theater heute Mai 2024
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Jan Lazardzig
August 2023. Vor kurzem hatte Gisèle Viennes «Extra Life» bei der Ruhrtriennale Premiere, ein paar Wochen später ist der Abend beim Internationalen Sommerfestival im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel zu sehen. Ein Geschwisterpaar hat am frühen Morgen eine Party verlassen und ist mit seinem Kleinwagen am Waldrand gestrandet, berauscht, aufgekratzt, müde. Clara...
Links zu allen deutschsprachigen Bühnen auf theaterheute.de
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
11. von Hofmannsthal, Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes
R. Ingmar Otto
AACHEN, THEATER
25. Stuhler und Koslowski nach Gay, Lady Tartuffe (U)
R. Jan Koslowski und Nele Stuhler
31. nach Enzensberger, Auf See (U)
R. Theresa Thomasberger
ALTENBURG/GERA, THEATER
25....
Rausch Drei» – zum dritten Mal in dieser Spielzeit will das Theater an der Ruhr sein Publikum berauschen. Als Alter -native zum Stadttheatersystem hat sich das Theater an der Ruhr in Mülheim/Ruhr seit seiner Gründung 1980 verstanden. Das Konzept der drei «Rausch»-Inseln im Spielplan ist der Versuch, diese Rolle weiterzuentwickeln.
Gastspiele im deutschsprachigen...
