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Als das Kölner Schauspielhaus am 8. September 1962 eröffnet wurde, hatten hier Schillers «Räuber» Premiere. Die lassen es bekanntlich krachen, und das macht sich, um einen Anfang zu setzen, immer gut. Schon elf Jahre zuvor hatte Düsseldorf mit demselben Stück sein Schauspiel von der Oper getrennt, und so war der Rivalität der beiden Diven am Rhein einmal mehr...
Was aus dem einen, sehr sehr langen Theaterstück, das René Pollesch in kleinen Fetzen an verschiedenen Orten seit Jahren zur Aufführung bringt, konsequent hervorscheint, ist die Sehnsucht des Autors nach der alten politisch-ideologischen Entweder-oder-Weltsicht, die mit fetzigen Ist-Sätzen Klarheit schafft, sowie der ewige Kampf dieser Sehnsucht mit dem Alltag des...
Ein Krieg ist zu Ende. Dass er damit für die Menschen, die ihn erlebt haben, für all die Heimkehrenden, Befreiten, Zurückgebliebenen noch lange nicht beendet ist, wird meist verdrängt. Anders in Lars Noréns jüngstem Stück, in dem er zeigt, dass Krieg und die Folgen eines Krieges strukturell gleich zerstörerisch sind.
Ein Familienvater kehrt aus dem Lager zurück....
