Das neue «Theater heute»
im Februar 2011 haben wir in einer ausführlichen Umfrage nach Ihren Eindrücken und Verbesserungsvorschlägen für «Theater heute» gefragt. Der Rücklauf war doppelt überwältigend. Fast 1000 Antworten auf lange Fragebögen – so viel Zeit und Aufwand allein beweisen, was Ihnen diese Zeitschrift wert ist. Und die überwältigende Zustimmung zu den redaktionellen Inhalten, Schwerpunkten, Kritiken und der Aufmachung war ebenfalls eine schöne Überraschung.
Dazu natürlich ein Ansporn, alles auch in Zukunft noch besser zu machen. Deshalb erscheint das alte Heft in neuem Zuschnitt.
Das Papier ist schwerer und zeigt die Fotos brillanter und farbechter; die Schriften sind noch besser lesbar, der Heftaufbau deutlicher strukturiert und vor allem durchgängig in Farbe gedruckt. Die Digitalisierung der Theaterfotografie hat sich inzwischen so verbessert, dass an qualitativ hochwertigem Farbmaterial kein Weg vorbei führt.
Die einzelnen Rubriken bleiben unverändert – da halten wir uns an Ihre große Zustimmung. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Zeitschrift bleibt die genau argumentierende, einlässliche Theaterkritik, der zweite Blick jenseits der schnellen tagesaktuellen Reaktion. Hinzu kommt ein ...
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Theater heute Januar 2012
Rubrik: Foyer, Seite 1
von
Lässt die französische Hausfrau ihrem Unmut freien Lauf, wissen die Kinder, dass sie sofort ihr Zimmer aufräumen müssen. Immerhin hat die Mama mit ihrem «Oh, le bordell» einen Zustand der größtmöglichen Unordnung markiert, den sie nicht mehr länger zu dulden gewillt ist.
In etwa so ist es auch in Shakespeares «Maß für Maß» und Jean Genets «Der Balkon», die jetzt in...
Jean Genets Reaktion auf die Uraufführung 1957 am Londoner Arts Theatre legt nahe, dass Peter Zadek damals ziemlich prall und heftig inszeniert haben muss. Der Regisseur, so Genet, habe weder den Geist noch den Text des Stückes geachtet, und überdies erwecke die Inszenierung den Eindruck, er, also Genet, «sei ein Skandalmacher und Pornograf». Donnerwetter, kann...
Ein Thema, das sich zwar keiner großen Beliebtheit, aber großer Bekanntheit erfreut: das Sterben. Die jüngere Generation hält es für eine lästige Begleiterscheinung des Lebens. Die mittlere Generation betrachtet es schockiert aus der Distanz, die ältere argwöhnisch aus der Nähe. Im Theater sitzen sie nebeneinander und schauen auf Biljana Srbljanovics neues Stück.
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