Damit das Grauen aufhört
Uns belgischen Frauen ist es nicht möglich, auf einem Kongress über Friedensmöglichkeiten zu diskutieren, bevor dieses Grauen aufhört. Es geht über unsere Kräfte hinaus, mit deutschen Frauen einen Raum zu teilen.
Unsere territoriale Integrität muss wiederhergestellt werden, und die Deutschen müssen unser Land verlassen!»
Dass sich die Belgierinnen im Vorfeld des Internationalen Frauenfriedenskongresses 1915 weigerten, mit deutschen Frauen an einem Tisch zu sitzen, ist durchaus nachvollziehbar: Um Frankreich mit einem Angriff aus dem Norden überraschen zu können, hatten deutsche Truppen 1914 das neutrale Belgien überfallen – mit der Folge, dass auch Belgiens Garantiemacht Großbritannien in den Krieg eintrat. Darüber hinaus attackierten deutsche Soldaten, etwa in den Massackern von Leuwen und Dinant, auch immer wieder auf brutalste Weise die Zivilbevölkerung: «Frauen wurden angegriffen, mit Bajonetten aufgespießt, ihre Brüste abgeschnitten. An den Körpern von Säuglingen wurden grausame Wunden gefunden. Abschlachten auf Befehl. Es gibt keinen Beweis für eine ‹militärische Notwendigkeit›, obwohl die Deutschen dies als Entschuldigung anführen.»
Feminismus-Hochburg München
Die Zitate ...
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Theater heute Juni 2023
Rubrik: Aufführungen, Seite 8
von Eva Behrendt
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