Brave old world

Natürlich darf manipuliert werden! Ein Gespräch mit Signa Soerensen und Arthur Koestler über den Zusammenhang von Nachtclubs und Theaterinstallationen, nicht vorhandene Masterpläne, Komplexität und den Stil des «Bleak»

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Theater heute Signa Soerensen und Arthur Koestler, Sie sind beim diesjährigen Theatertreffen sicher mit dem ungewöhnlichsten Projekt ver­treten. «Die Erscheinungen der Martha Rubin» sind eine Performance-Installation, in der Sie, ursprünglich für die Kölner Halle Kalk, eine eigene Welt erschaffen haben: Rubytown, ein Dorf im Niemandsland, bevölkert von dreißig Dorfbewohnern und bewacht von Soldaten. Die Performance in Berlin in einer alten Lokhalle wird 192 Stunden dauern, in der die Schauspieler, ganz überwiegend Laien, die Zuschauer in ihre Welt ziehen.

Als teilnehmender Beobachter können sie mit den Rubytownern reden, an ihrem Leben partizipieren: eine alptraumhafte Hyperrealität, Einfühlungstheater ohne vierte Wand, ein Second Life live. Wie haben Sie diese Theaterform entwickelt?

Signa Soerensen Ich habe in Kopenhagen Kunstgeschichte, Film und Medienwissenschaften studiert und für meinen Bachelor eine Installation in Form einer Ausstellung gemacht: «Der Mythos der gefallenen Frau». Um dieses Projekt finanzieren zu können, habe ich in Nachtclubs gearbeitet, als Champagnergirl und Stripperin. Ich befand mich also selbst in dieser ambivalenten Situation zwischen Faszination und ...

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Theater heute Mai 2008
Rubrik: Theatertreffen 08, Seite 30
von Barbara Burckhardt, Eva Behrendt

Vergriffen
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