Außen hui, innen pfui

Heidelberg muss sein Theater sanieren, will aber noch nicht

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Hübsch ist es und mit seiner pseudobarocken Fassade eine jener Schatullen, in der man Andenken aufbewahrt, um gelegentlich mit der Vergangenheit zu spielen. Dass es in diesem Gebäude um Theater gehen soll, glaubt man im ersten Moment nicht, und letzten Herbst war kurzzeitig auch tatsächlich Ruhe im Karton. Die damals amtierende Oberbürgermeisterin musste das Theater schließen lassen. Ein Gutachten hatte festgestellt, die Sicherheit der Beschäftigten könne nicht mehr gewährleistet werden. Es ging um Peinlichkeiten wie fehlende Toiletten und ungenügenden Brandschutz.

Vor allem aber ging es um ein Theater, das im Verlauf seiner Umbaugeschichte seit 1854 zu einem derart verschachtelten Irrgarten geworden ist, dass die Techniker heute große Kulissenteile nur noch unter artistischen Höchstleistungen bewegen können.
 

Die Zukunft verschieben

Bekannt ist das schon lange. Öffentlich gemacht hat es Heidelbergs neuer Intendant Peter Spuhler, der seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren so gar nicht dem Bild des typischen Heidelbergers entspricht. Spuhler ist agil bis zum Abwinken, dummerweise aber in einer Stadt gelandet, die die eigene Zukunft gerne verschiebt und sich damit ganz spezielle ...

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Theater heute Juli 2007
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Jürgen Berger

Vergriffen
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