Aufführungen · Neue Stücke
Aufführungen
War vielleicht doch ein bisschen zu viel medialer Gegenwind, der Matthias Lilienthals als «Pipifax» geschmähter Performance-Schiene entgegenschlug. Ins neue Jahr jedenfalls starten die Münchner Kammerspiele so kanonisch wie nur irgend möglich: Mit Tschechows «Kirschgarten», möglicherweise leicht entkanonisiert durch Nicolas Stemann, und Shakespeares «Hamlet», in tiefe Zweifel gestürzt durch Christopher Rüping. Um die Ecke im Residenztheater leitet eine Woche später Andreas Kriegenburg Shakespeares «Macbeth» zum Morden an.
Bei weiterem Shakespeare-Bedarf bietet sich eine Reise nach Wien an, wo Herbert Fritsch an der Burg aus Shakespeares Doppelgänger-«Komödie der Irrungen» ganz bestimmt eine Komödie des Irrwitzes machen wird. Klassisch geht es auch in Berlin und Zürich zu: Michael Thalheimer betreut an der Schaubühne Molières «Eingebildeten Kranken», Karin Henkel kümmert sich im Pfauen um Tschechows «Onkel Wanja». Mit Kafkas «Schloss» beschäftigt sich am Münchner Volkstheater Nicolas Charaux, am Schauspiel Hannover reist Claudia Bauer in sein «Amerika». Da ist es zur Zeit auch nicht schön, aber immer noch besser als im «Inferno», in das in Basel Thom ...
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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Daten, Seite 56
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Als Intro zu Oliver Frljics «Requiem für Europa» tritt der Schauspieler Sebastian Pass in einer Art Horrorclownkostüm an die Rampe des Staatsschauspiels Dresden. Er sei neu im Ensemble und habe «ein Gastgeschenk» mitgebracht, säuselt er mit einem Suggestiv-Tremolo ins Parkett, als hätte er den Job des Sandmannes übernommen. Es handele sich um einen Wunsch....
Norma kommt von «Norm». Denn Norma steht unter gewaltigem Normierungsdruck. Normen kommt auch von «Norm». Er hat das Ganze schon hinter sich. Nach «Du (Normen)», liefert Dramatiker Philipp Löhle nun mit «Du (Norma)» den femininen Gegenpart seiner so genannten «Dulogie». Deren Ziel ist es laut Ankündigung des Nationaltheaters Mannheim zu zeigen, «wie die...
Vom Tod ist erstaunlich häufig die Rede gewesen – aber das hat in den Braunschweiger Festival-Tagen keine tiefere lokale Bedeutung. Obwohl «Fast Forward» Abschied nimmt, das «europäische Festival für junge Regie» also nicht mehr im späten Herbst den Spielplan des örtlichen Staatstheaters beleben und bereichern wird – aber es stirbt ja nicht. Sondern zieht nur...
